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Neumi266

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Freitag, 16. September 2011, 03:05

Europa League 2011/12

Keine Tore in Hannover

Bei seiner Europa-League-Premiere ist Hannover 96 gegen den belgischen Tabellen-Fünften Standard Lüttich über ein 0:0 nicht hinausgekommen. 42.450 Zuschauer in der ausverkauften AWD-Arena hatten auf ein ähnliches Husarenstück wie in der Qualifikation gegen den FC Sevilla gehofft. Doch trotz eines Mehrs an Spielanteilen blieben die Gastgeber vor dem Kasten zu harmlos. Die dickste Gelegenheit vergab in der 40. Minute Jan Schlaudraff. Der Ex-Nationalspieler scheiterte mit einem Lupfer an der Latte.
Der defensivstarke belgische Pokalsieger ließ nur wenige Chancen der zumeist ideenlos angreifenden Niedersachsen zu. Statt begeisterndem Fußball gab es über weite Strecken nur biederes Handwerk. Durch das Heimremis ist 96 schon nach einem Spieltag in der Gruppe B unter Zugzwang. Am 29. September müssen die Deutschen beim ukrainischen Vertreter Worskla Poltawa mehr zeigen.

Fehlende Präzision beim finalen Pass
Die heimischen Fans hatten auf diesen Abend hingefiebert. Doch ihre Euphorie sprang nicht auf die Mannschaft über. Zwar erspielten sich die Gastgeber Feldvorteile, doch zündende Ideen und klare Torchancen waren Mangelware. Immer wieder fehlte die Präzision beim letzten Pass.
Auch die Rückkehr des zuletzt verletzten Mohammed Abdellaoue brachte keinen Schwung in den Angriff der Niedersachsen. Der Norweger wirkte noch lange nicht fit nach seiner Oberschenkelverletzung und wurde in Halbzeit zwei durch Ya Konan ersetzt.

Lüttich verbreitet keinen Schrecken
Hannover selbst geriet gegen die biederen Belgier selten in Gefahr. Lüttich überzeugte lediglich mit einer sicheren Deckung, Offensivaktionen hatten Seltenheitswert. So fiel der Ausfall des Linksverteidigers Christian Schulz in der 96-Deckung kaum ins Gewicht.
Nach der Pause wurde die Überlegenheit des Bundesligisten noch größer. Aber weiterhin dasselbe Bild: kein Schwung, kaum Ideen, wenige Chancen. So tauchte Ya Konan (66.) einmal bei einem Kopfball gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Der Tabellensechste der Vorsaison der belgischen Jupiler League verlegte sich auf das Kontern, spielte seine Schnellangriffe aber nicht konsequent zu Ende.

Stoppelkamp hat die letzte Chance
In der Schlussphase brachte der eingewechselte Moritz Stoppelkamp den lange vermissten Schwung in das 96-Spiel. Sein Schlenzer in der 83. Minute flog am Standard-Gehäuse vorbei.

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Freitag, 16. September 2011, 03:12

Der Ertrag tröstet über das Ertragene hinweg

Der FC Schalke 04 hat seinem vermeintlich stärksten Gegner in der Gruppenphase der Europa League gleich zu Beginn einen Punkt abgeknöpft. Das 0:0 gegen Steaua Bukarest im Ersatzspielort Cluj riss jedoch keinen Beobachter in Transsilvanien von den Sitzen. Abgesehen vom Höhepunkt in der 65. Minute, als Schalkes Tormaschine Klaas Jan Huntelaar nach einer Farfan-Flanke fulminant nur die Latte traf.
In einer ganz schwachen Partie waren die Gäste zwar feldüberlegen, agierten aber nicht zwingend genug. Bukarest, das 1986 den damaligen Europapokal der Landesmeister gewonnen hatte, erspielte sich vor 18.000 Zuschauern keine echte Torchance.

Marica kommt in seinem Heimatland zum Zug
Erst Stunden vor dem Spiel war klar: Torhüter Ralf Fährmann konnte trotz lädierten rechten Fußknöchels spielen. Nach dem 1:2 in Wolfsburg wechselte Trainer Ralf Rangnick die Schalker Anfangs-Elf auf zwei Positionen: Atsuto Uchida ersetzte Marco Höger, zudem lief in seiner rumänischen Heimat Neuzugang Ciprian Marica anstelle von Julian Draxler auf.

Neun Stunden Busfahrt für 90 Minuten Magerkost
Da das Spiel wegen des ramponierten Rasens von Bukarest ins 400 Kilometer entfernte Cluj (Klausenburg) verlegt worden war, mussten etwa 200 Schalker Fans eine beschwerliche Anreise auf sich nehmen. Nach neunstündiger Busfahrt vom Bukarester Flughafen kamen sie erst eine dreiviertel Stunde vor dem Spiel an.

Schalke kommt über Ballbesitz nicht hinaus
Sie sahen durch den Ex-Stuttgarter Marica die erste Chance des Spiels (8.). Der Stürmer aber schoss aber den Ball aus halblinker Position einen Meter über das Tor. Schalke war zunehmend die spielbestimmende Mannschaft, ohne allerdings aus seinem Ballbesitz Kapital zu schlagen. Allein ein Kopfball von Raúl (35.) in dessem ersten Europa-League-Spiel sorgte noch einmal für so etwas wie Gefahr. Schalke machte nicht mehr als nötig, Bukarest wies hingegen überhaupt keinen Zug zum Tor nach.

Huntelaars Großchance
Erst Mitte der zweiten Hälfte nahm Schalkes Spiel wieder Fahrt auf, und der Bundesliga-Sechste erspielte sich die größte Torchance: Farfans Hereingabe setzte Huntelaar an die Latte (65.). Der lädierte Schlussmann Fährmann wurde weiter nicht geprüft, die Gastgeber wollten vor allem kein Gegentor kassieren und konzentrierten sich ganz auf die Defensive. Die Schlussphase blieb ereignislos.

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Freitag, 30. September 2011, 15:24

Hannover hat gegen Poltava mehr Mühe als erwartet



Zittersieg beim Nobody: Hannover 96 bringt von seiner mühevollen Expedition in die Ukraine den fest eingeplanten ersten Sieg in der Europa-League-Vorrunde mit nach Hause. Der Bundesligist quälte sich zu einem 2:1 (2:0) bei Außenseiter Worskla Poltava und hat mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen in der Gruppe B nun eine gute Ausgangsposition.
Nach der Heim-Nullnummer gegen Standard Lüttich sorgten Mohammed Abdellaoue (32. Minute) und Christian Pander (44.) für die scheinbar beruhigende Pausenführung der im Europapokal weiter ungeschlagenen Niedersachsen. Der Tabellen-Sechste aus der Ukraine verkürzte durch Alexej Kurilow (50.) und hatte danach gute Chancen zum Ausgleich, kassierte aber seine zweite Niederlage.

Lala überraschend in der Startelf
Hannover spielte überraschend mit dem 35-jährigen Altin Lala in der Startformation. Der Routinier zählt seit mehr als zwei Jahren nicht mehr zur Stammelf. Für den albanischen Rekordnationalspieler blieb Manuel Schmiedebach 65 Minuten auf der Bank. Trainer Mirko Slomka setzte auf die Routine von Lala, doch der Mittelfeldspieler hatte immer wieder Probleme, wenn die Gastgeber schnell Richtung Tor unterwegs waren. Die 96er-Abwehrkette ließ in der ersten Hälfte allerdings keine großen Torchancen zu.
Nach 20 wackeligen Anfangsminuten kehrte beim Tabellen-Sechsten der Bundesliga mehr Stabilität ein. Die ersten Warnschüsse gaben jeweils in der zehnten Minute Pander und Sergio Pinto ab. Panders Freistoß parierte Torhüter Sergej Dolganskiy, Pintos Versuch flog knapp am Pfosten vorbei.

Abdellaoues Treffer sorgt für mehr Selbstvertrauen
Besser machte es nach einer Phase mit einigem Leerlauf Abdellaoue. Der Angreifer verschaffte sich nach Lalas Zuspiel mit einem Antritt etwas Platz und traf aus 25 Metern ins lange Eck. Hannover übernahm nach der sehenswerten Einzelleistung des Norwegers das Kommando.
Jan Schlaudraff versuchte sein Glück oft mit Einzelaktionen, setzte sich aber erst kurz vor der Pause erstmals entscheidend durch. Seinen Rückpass verfehlte Abdellaoue zwar bei seinem versuchten Absatzkick, doch Pander war aus spitzem Winkel zum 2:0 zur Stelle.

Zieler hält die Führung fest
Allerdings ließ Hannover die Gastgeber direkt nach der Halbzeit wieder ins Spiel kommen. Kurilow traf nach einem in die Mitte abgewehrten Freistoß mit einem Volleyschuss, den Kapitän Steven Cherundolo noch unhaltbar abfälschte. Poltava witterte nun seine Chance, Torwart Ron-Robert Zieler stand immer häufiger im Mittelpunkt und musste unter anderem einen Freistoß von Pawel Rebenok (61.) und einen Schuss von Ahmed Januzi (64.) parieren. Rebenok traf nach Vorarbeit des agilen Roman Bezus (67.) sogar noch den Pfosten.
Hannover ließ gegen die überraschend starken Gastgeber nach dem Anschlusstor jegliche Souveränität vermissen, rettete den knappen Vorsprung aber ins Ziel.

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Freitag, 30. September 2011, 15:28

Schalke feiert ersten Sieg in der Europa League

Trainer Huub Stevens hat bei seiner Rückkehr zum FC Schalke 04 ein siegreiches Comeback gefeiert. Doppel-Torschütze Christian Fuchs (8. und 66. Minute) und der eingewechselte José Manuel Jurado (82.) bewahrten den Niederländer beim schmeichelhaften 3:1 (1:1) gegen Israels Meister Maccabi Haifa allerdings vor einem Fehlstart mit dem UEFA-Cup-Sieger von 1997. Idan Vered hatte für die Gäste zum 1:1 getroffen (35.).
Die Schalke-Fans unter den 49.070 Zuschauern in der Veltins Arena bejubelten nicht nur den "verlorenen Sohn" Stevens, sondern auch den ersten Sieg im zweiten Europa-League-Spiel. Mit nunmehr vier Punkten haben sich die "Königsblauen" eine gute Ausgangsposition für die nächsten Partien in der Gruppe J geschaffen.

Stevens: "Die Vergangenheit ist nicht wichtig"
"Es ist schön, wieder zurück zu sein", sagte Stevens, der schon vor 14 Jahren bei Schalkes Triumph im UEFA Cup auf der Bank saß. "Aber die Vergangenheit ist nicht wichtig. Für uns kommt es darauf an, was heute und morgen passiert", meinte der 57 Jahre alte Niederländer eine Woche nach dem Burnout-Rückzug seines Kollegen Ralf Rangnick. Am Sonntag kommt es zu einer durchaus brisanten Bundesliga-Begegnung mit dem Hamburger SV, denn Stevens hatte auch mit den Hanseaten verhandelt.
Der DFB-Pokalsieger, der mit einem 0:0 in Cluj gegen Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest in die Europa League gestartet war, konnte gleich bei drei angeschlagenen Profis Entwarnung geben: Torhüter Ralf Fährmann (Magen-Darm-Probleme), Torschütze Fuchs (Erkältung) und Sturm-Ikone Raúl, der über Schmerzen im Fuß klagte, standen alle in der Startelf. Auf den Japaner Atsuto Uchida (Faserriss im Oberschenkel) musste Stevens dagegen verzichten. Für den Rechtsverteidiger rückte Marco Höger in die Mannschaft.

Fuchs zeigt seine Freistoß-Qualitäten
Schalke begann sein 127. Spiel in einem europäischen Pokalwettbewerb verhalten, die erste Chance hatte der zwölfmalige israelische Meister: Nach einem Eckball flog der quirlige Marlon de Jesus heran, köpfte aber daneben (7.). Das 1:0 fiel knapp 60 Sekunden später - aber auf der Gegenseite: Nach einer Blitzkombination auf der linken Außenbahn bediente Klaas Jan Huntelaar Linksverteidiger Fuchs mustergültig. Der Österreicher behielt die Nerven und erzielte sein erstes Europa-League-Tor für Königsblau. Beim 2:1 schlug sein direkter Freistoß im Tor von Haifa-Keeper Sari Falah ein (66.).
Schalke musste bei den sporadischen Kontern der Israelis mächtig auf der Hut sein. Vieles blieb Stückwerk, Harmonie im Spielaufbau war selten auszumachen, zudem schlichen sich teilweise Fahrlässigkeiten und Leichtsinn in die Aktionen des Bundesliga-Fünften ein. Dennoch blieb Schalke am Drücker: Der Kopfball von Joel Matip, der oft durch Fehlpässe auffiel, nach Freistoß von Fuchs ging knapp drüber (22.). Torjäger Raúl vergab nach Vorabeit des starken Julian Draxler die Riesenchance zum 2:0 (30.); nach der Pause strich sein Kopfball nur um Zentimeter am Pfosten vorbei (51.).

Fährmanns Patzer wird bestraft
Bei den Gästen scheiterte Jurica Buljat mit einem Freistoß (34.), dann nutzte Vered den Blackout von Fährmann, der dem Kroaten den Ball vor die Füße prallen ließ, im Nachschuss zum Ausgleich. Draxler vergab die mögliche erneute Führung (41.), und beim von den Schalke-Fans schon bejubelten 2:1 stand Huntelaar keineswegs im Abseits (43.). Doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht.

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Samstag, 22. Oktober 2011, 12:49

Zweimalige Führung reicht Hannover nicht

Hannover 96 hat den großen Schritt in Richtung K.-o.-Runde der Europa League verpasst. Die Niedersachsen waren zwar gegen den FC Kopenhagen über weite Strecken die klar bessere Mannschaft, mussten sich aber mit einem 2:2 (1:0) zufrieden geben. Christian Pander hatte die Gastgeber in der 29. Minute in Führung gebracht, Dame N'Doye glich für die erst Mitte der zweiten Hälfte aufwachenden Dänen aus (67.). Trotzdem sah Hannover nach dem 2:1 durch Sergio Pinto (82.) wie der Sieger aus, musste aber noch den Ausgleich durch Cesar Santin hinnehmen (89.).
Vor 43.100 Zuschauern machte der Bundesligist geschickt die Räume eng, ohne allerdings die nötige Kreativität zu entwickeln, um die tief stehende Abwehr der Dänen zu überlisten. Erst ein krasser Fehlpass von Claudemir in der Vorwärtsbewegung direkt in den Fuß von Pander ermöglichte die Führung. Der Mittelfeldspieler nahm genau Maß und zirkelte den Ball in die linke Torecke.
Schon vorher hatte der Mittelfeldspieler aus rund 20 Metern das 1:0 zweimal nur knapp verpasst (7., 27.). Zudem vergaben Didier Ya Konan und Jan Schlaudraff vor der Pause große Gelegenheiten zu einer beruhigenden Führung. Ya Konan drosch den Ball aus 22 Metern knapp am Tor vorbei (41.). Schlaudraff scheiterte nur eine Minute später nach einem schönen Solo mit einem Lupfer an Johan Wiland im Tor der Gäste.

Ausgleich aus heiterem Himmel
Kopenhagen investierte lange wenig bis gar nichts in die Partie und schaffte es kaum einmal vor das Tor von Ron-Robert Zieler. Der Ausgleich fiel dann aus heiterem Himmel. N'Doye, vor dem Slomka vor der Partie eindringlich gewarnt hatte, stieg nach einer Ecke am höchsten und traf per Kopf.
Hannover warf das Gegentor vorübergehend aus der Bahn, doch Pintos Weitschuss schien die Weichen auf Sieg zu stellen. Dann aber überwand Cesar Santin Torwart Zieler zum erneuten Ausgleich. Wie auch beim 1:1 wirkte der 96-Schlussmann dabei unglücklich.

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Samstag, 22. Oktober 2011, 12:53

Schalke demontiert AEK Larnaca

Der FC Schalke 04 hat die Pflichtaufgabe in der Europa League ohne Probleme gelöst. Der Bundesligist gewann bei Zyperns enttäuschend auftretendem Vertreter AEK Larnaca mit 5:0 (3:0) und hat mit sieben Punkten aus drei Spielen beste Chancen aufs Weiterkommen. Die Entscheidung fiel bereits in der ersten Halbzeit, als Lewis Holtby (23.), Klaas Jan Huntelaar (35.) und Joel Matip (40.) für klare Verhältnisse sorgten. Kurz vor Schluss legten Julian Draxler (87.) und erneut Huntelaar (88.) nach. Es war der höchste Europacup-Auswärtssieg in der Klubgeschichte.
Als Ersatz für den verletzten Stammkeeper Ralf Fährmann hatte Trainer Huub Stevens dem jungen Lars Unnerstall den Vorzug vor dem erfahrenen Mathias Schober gegeben. Der 21-Jährige habe nach seiner Einwechslung gegen Kaiserslautern überzeugt, begründete Stevens seine Entscheidung. Im ersten Durchgang hatte Unnerstall, der aufgrund der bevorstehenden Verpflichtung von Ex-Nationalspieler Timo Hildebrand wohl nur ein Schlussmann auf Zeit ist, keine Chance, sich auszuzeichnen. Nicht einen Schuss der Gastgeber musste er parieren.

Holtby aus der Distanz
Zwar zeigten die Zyprer zunächst wenig Respekt und spielten nach vorne. Nach zehn Minuten fanden die Schalker jedoch zu ihrem Spiel und übernahmen die Kontrolle. Da es zunächst wenig Lücken in der Abwehr Larnacas gab, ergriff Holtby aus der Distanz die Initiative und war prompt erfolgreich: Aus knapp 20 Metern ließ er Marco Fortin im Tor keine Chance. Der erste Schuss, der in diesem Spiel überhaupt aufs Tor ging, fand damit direkt sein Ziel.
Eine mitreißende Partie wurde es auch danach nicht, wohl aber eine eindeutige. Schalke kontrollierte den Gegner, ohne zu glänzen - und nutzte seine Chancen weiter konsequent: Nach einer Flanke von Christian Fuchs war der von drei Gegenspielern umringte Huntelaar mit einem Kopfball-Aufsetzer aus acht Metern erfolgreich. Beim 3:0 köpften Kapitän Benedikt Höwedes und Matip den Ball nach einer Ecke von Fuchs gemeinsam ins Tor, die UEFA legte sich erst nach fast einer halbe Stunde auf Matip als offiziellen Torschützen fest.

Raul bekommt Schonung
Zur Pause konnte es sich Stevens erlauben, seinen Superstar Raul bereits mit Blick auf das schwere Ligaspiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) zu schonen. Und sein Team leistete sich erstmals den Luxus, Chancen zu vergeben und zuzulassen. Zunächst scheiterte Jefferson Farfan an Larnacas Keeper (51.), dann erhielt Unnerstall bei einer Chance von Ruben Gomez seine erste Bewährungschance (56.). Nach einer scharfen Hereingabe von Höwedes war Draxler kurz vor Schluss noch einmal erfolgreich. Huntelaar nutzte schließlich einen katastrophalen Abwehrschnitzer der Zyprer zu seinem zweiten Tor im Spiel.

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Freitag, 4. November 2011, 09:22

Hannover dreht in Kopenhagen das Spiel

Hannover 96 sorgt in Europa weiter für Furore und bleibt in dieser Saison auf internationalem Parkett unbezwungen. Nach einem 2:1 (0:0) im viertem Gruppenspiel der Europa League beim FC Kopenhagen hat das Team von Trainer Mirko Slomka beste Chancen, in die K.-o.-Runde einzuziehen. Jan Schlaudraff (71. Minute) und Lars Stindl (74.) mit einem Traumtor belohnten die Steigerung der Gäste nach der Pause, nachdem Dame N'Doye Kopenhagen vor 27.853 Zuschauern in Führung gebracht hatte. Punktgleich mit Standard Lüttich (je acht) steht 96 in der Gruppe B auf Rang zwei schon vier Zähler vor den Dänen.
Nach dem Last-Minute-Ausgleich von Kopenhagen im Hinspiel (2:2) zeigten die Hannoveraner im Parken-Stadion viel Engagement und betrieben hohen Laufaufwand. Zunächst aber erarbeitete sich der Gastgeber mehr Spielanteile. Der dänische Meister wirkte präsenter. N'Doye zielte knapp vorbei (29.). Bei einer Abwehr von Emanuel Pogatetz und einem Fehler von Schlussmann Ron-Robert Zieler, der eine Flanke von Johnny Thomsen abprallen ließ, hatte Hannover Glück, dass Kopenhagen kein Kapital daraus schlug.

96-Fans sorgen für Heimspiel-Atmosphäre
Rund 10.000 Fans hatten die 96er nach Kopenhagen begleitet, "außergewöhnlich und besonders, das ist genug Motivation", bemerkte Trainer Slomka. Im sechsten Match auf der europäischen Bühne nach 19 Jahren Pause besaßen dann die "Roten" durch Stindl die Riesenchance zur Führung. Mohammed Abdellaoue war zur Grundlinie durchgebrochen, seine Eingabe aber köpfte Stindl aus zehn Metern neben das Tor (40.).
Auf der Gegenseite machte Christian Bolanos aus Costa Rica, der mit seinem Nationalteam schon bei der WM 2006 beim 2:4 gegen das deutsche Team auf dem Platz gestanden hatte, den Hannoveranern viel Mühe. Sein Versuch verfehlte aber auch das Ziel (35.). Ein Feuerwerk brannten zunächst nur die 96-Fans ab. Sogar während des Spiels zündeten sie Bengalos, die den eigenen Keeper Zieler störten.

Stindl wird zum Matchwinner
Nach der Pause war weiter Stindl Hannovers Hauptdarsteller. Nach seiner Eingabe kam Abdellaoue einen Schritt zu spät. Ein Freistoß des 23-Jährigen (54.) streifte das Außennetz. Und auch sein 20-Meter-Schuss (61.) ging vorbei. Doch die stärker werdenden Gäste belohnten sich nach dem Gegentor von N'Doye noch: Erst traf Schlaudraff nach Ecke, dann machte Stindl doch noch seine "Kiste". In den beiden letzten Gruppenspielen muss Hannover in Lüttich (30. November) und gegen Poltawa (15. Dezember) ran.

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Freitag, 4. November 2011, 09:27

Verdacht auf Nasenbeinbruch bei Huntelaar

Schwarzer Abend für den FC Schalke 04: Die Königsblauen blamierten sich in der Europa League bis auf die Knochen und kamen vor 52.077 Fans in der eigenen Arena gegen den krassen Außenseiter AEK Larnaca nicht über ein 0:0 hinaus. Zu allem Überfluss droht den Königsblauen nun der Ausfall von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.
Der Niederländer musste nach einem Zusammenstoß mit Teamkollegen Joel Matip mit einem doppelten Nasenbeinbruch vom Platz und wurde anschließend direkt ins Krankenhaus gebracht.

Schalker B-Elf blamiert sich mit Nullnummer
Schalkes Klaas-Jan Huntelaar (re.) im Laufduell mit Larnacas Gonzalo Garcia Garcia
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde der Niederländer im Recklinghäuser Knappschafts-Krankenhaus operiert.

Spielt Huntelaar mit Maske?
Wie lange Huntelaar ausfällt, ist offen. "Er hat sich wohl die Nase gebrochen. Wir müssen sehen, ob er mit einer Maske spielen kann", sagte Schalke-Trainer Huub Stevens im Hinblick auf das Bundesliga-Topspiel bei Hannover 96. Bitter für die Westdeutschen: Huntelaar befindet sich aktuell in Topform und hat in dieser Saison bereits 21 Tore in 18 Pflichtspielen für seinen Verein erzielt

Unnerstall ist der Retter
Auch ansonsten lief bei Schalke nichts zusammen. Gegen Larnaca bewies einzig der junge Torhüter Lars Unnerstall Normalform und bewahrte sein Team mit einer Serie von Glanztaten sogar noch vor einer durchaus möglichen Niederlage. Zwei Minuten vor Spielschluss rettete er nochmals in höchster Not. Dank eines 4:2-Sieges von Steaua Bukarest gegen Maccabi Haifa bleiben die Schalkern mit acht Punkten in der Gruppe J trotz des blamablen Auftritts weiter Tabellenführer. Dabei hatte der Bundesligist das Hinspiel auf Zypern noch mit 5:0 für sich entschieden.

Stevens: "Enttäuschendes Ergebnis"
Die Fans in der Schalker Arena verabschiedeten ihr Team dann auch mit einem gellenden Pfeifkonzert. "Wenn der beste Mann unser Torwart ist, dann sagt das alles über das Spiel", sagte der unzufriedene Stevens. "Das ist natürlich ein enttäuschendes Ergebnis. Uns hat das Quäntchen Extra gefehlt." Auch Keeper Unnerstall war nicht zufrieden: "Ich hatte heute mehr zu tun, als ich vor der Partie erwartet hatte. Wir sind einfach nicht in die Zweikämpfe gekommen. So dürfen wir nicht spielen."

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