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Malibu

Unsere liebe News Jägerin und Super Moderatorin

1

Sonntag, 6. Dezember 2009, 17:00

Otto Graf Lambsdorff

Otto Graf Lambsdorff gestorben

Ehrenvorsitzende der FDP verstarb in einem Krankenhaus in Bonn



Der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff († 82) ist gestorben.
Er starb wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag am Samstag „völlig überraschend“ in einem Bonner Krankenhaus im Kreise der Familie. Das bestätigte sein Sohn Nikolaus am Sonntag.
Otto Graf Lambsdorff, der in Aachen geboren wurde, wäre am 20. Dezember 83 Jahre alt geworden.
Nach BILD-Informationen kondolierte der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle der Witwe Alexandra Gräfin Lambsdorff bereits telefonisch.
Lambsdorff trat 1951 der FDP bei. 1971 arbeitete der promovierte Jurist in der Programmkommission der Partei an den Freiburger Thesen mit. 1972 zog er erstmals für die Liberalen in den Bundestag ein, wo er sich als wirtschaftspolitischer Fraktionssprecher mit neoliberalen Akzenten profilierte.
1977 wurde der FDP-Politiker zum Bundeswirtschaftsminister unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ernannt. An der Seite von Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) bereitete er in der Konjunktur- und Finanzpolitik mit seinem „Lambsdorff-Papier“ die politische „Wende“ zur CDU vor. Diese führte 1982 zum Regierungswechsel.
Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) blieb Lambsdorff zunächst noch Wirtschaftsminister, geriet aber durch seine Verwicklung in die Flick-Affäre in Bedrängnis.
Am 26. Juni 1984 – der Rücktritt! Im Laufe eines spektakulären Verfahrens wurde der Vorwurf der Bestechlichkeit gegen Lambsdorff fallen gelassen, er erhielt 1987 jedoch wegen Steuerhinterziehung eine Geldstrafe von 180 000 Mark (rund 92 000 Euro).
Von 1988 bis 1993 war Lambsdorff Bundesvorsitzender der FDP und seitdem Ehrenvorsitzender der Partei. Bis 1998 saß er im Bundestag.


Quelle: bild.de

Otto Graf Lambsdorff ist tot
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E.T.

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2

Sonntag, 6. Dezember 2009, 17:42

Trauer um ehemaligen Bundeswirtschaftsminister
FDP-Ehrenvorsitzender Lambsdorff ist tot

Der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff ist gestorben. Er starb wenige Tage vor seinem 83. Geburtstag in der Nacht zum Sonntag in einem Krankenhaus Bonn im Kreise der Familie, wie Sohn Nikolaus mitteilte. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt.

Der FDP-Politiker sei "von seinen vielfältigen Leiden erlöst worden", teilte sein Büro in Bonn mit. Dem Vernehmen nach war es ihm in den vergangenen Monaten gesundheitlich immer schlechter gegangen. Nikolaus Graf Lambsdorff erklärte lediglich, sein Vater sei plötzlich und unerwartet gestorben. Termine für Trauerfeier und Beisetzung stünden noch nicht fest. Politiker aller Parteien reagierten mit Bestürzung auf den Tod Lambsdorffs.
Wirtschaftsminister unter Schmidt und Kohl

Der FDP-Politiker, der am 20. Dezember 83 Jahre alt geworden wäre, bekleidete in seiner langen politischen Karriere viele Ämter. 1951 trat er der FDP bei. Mit dem Einzug in den Bundestag begann 1972 seine bundespolitische Karriere. 1977 wurde er Wirtschaftsminister unter SPD-Kanzler Helmut Schmidt. Als Wirtschaftsminister in der sozialliberalen Koalition hielt er konsequent dagegen, wenn staatliche Eingriffe in den Markt gefordert wurden. Verbissen kämpfte er für seine wirtschaftspolitische Linie. Als wachsende Arbeitslosigkeit mit einer Neuverschuldung bekämpft werden sollte, stellte er sich quer. Das war die Wende zur Union hin. 1982 erfolgte der Bruch mit dem Koalitionspartner SPD. Helmut Kohl machte Otto Graf Lambsdorff wieder zum Wirtschaftsminister.
Verwicklung in Parteispendenaffäre um den Flick-Konzern

Getrübt wird seine politische Bilanz allerdings durch die Parteispendenaffäre Mitte der 80er-Jahre. In der Affäre um den Flick-Konzern war Lambsdorff 1987 zu 180.000 Mark Geldstrafe verurteilt worden, zuvor hatte er vom Ministeramt zurücktreten müssen. Lambsdorff behielt sein Abgeordnetenmandat und wurde 1988 als Nachfolger von Martin Bangemann an die Spitze der FDP gewählt, die er bis 1993 führte. Mit 67 Jahren legte der Graf den Parteivorsitz nieder. Die FDP machte ihn zum Ehrenvorsitzenden.
Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern erfolgreich verhandelt

Es war 1999, da trat Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem Auftrag an ihn heran, die äußerst zähen und festgefahrenen Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern in Amerika zu führen. Otto Graf Lambsdorff nahm an und brachte sie erfolgreich zu Ende. Dies brachte ihm nicht nur ein Lob des Kanzlers, sondern auch die Anerkennung aller Gremien und politischen Parteien ein.
Die internationalen Verbindungen, die Lambsdorff auch als Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung hatte, halfen bei den schwierigen Gesprächen mit Anwälten und Verbänden der Opfer. Als Lambsdorff dieses Amt im April 2006 an Ex-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt abgab, hielt der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger im Reichstaggebäude die Laudatio auf seinen Freund.
http://www.tagesschau.de/inland/lambsdorff100.html
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E.T.

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3

Sonntag, 6. Dezember 2009, 17:43

Reaktionen auf den Tod von Otto Graf Lambsdorff
Trauer um einen "herausragenden Liberalen"



Kanzlerin Merkel: "Wir gedenken seiner in Dankbarkeit".
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den früheren Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff als "menschlich wie politisch gleichermaßen herausragenden Liberalen" gewürdigt. In einer Kondolenzmitteilung zum Tode Lambsdorffs erklärte sie: "Er hat die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland lange Jahre hindurch ordnungspolitisch geprägt und reiht sich ein in die Reihe der großen Persönlichkeiten unserer sozialen Marktwirtschaft."

Auch jenseits der Tagespolitik habe Lambsdorff "in so sensiblen Fragen wie der deutschen Entschädigung der Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges bleibende Maßstäbe gesetzt. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit und fühlen mit seiner Frau und seiner ganzen Familie", schloss die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende.
Der "Marktgraf" - ein großer Wirtschaftspolitiker

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) würdigte Lambsdorff als "einen der ganz großen Wirtschaftspolitiker" Deutschlands. "Er war ein Verfechter der sozialen Marktwirtschaft, der um den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Ausgewogenheit wusste", sagte Rüttgers in Düsseldorf. "Die Bevölkerung hat ihm den Ehrentitel "Marktgraf" zugesprochen, was die Achtung vor seinen Fähigkeiten ausdrückt, schwierige Sachverhalte verständlich zu erklären."
Eine herausragende Person der Nachkriegsgeschichte

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sprach von einem "überzeugten Verfechter der Marktwirtschaft". Mit großem Bedauern nehme er die Nachricht vom Tode Lambsdorffs zur Kenntnis, sagte Seehofer. Er gelte als eine der herausragendsten Persönlichkeiten nicht nur der FDP, sondern auch der deutschen Nachkriegspolitik.
Ein wichtiger Wegweiser in der Vergangenheit
FDP-Chef und Bundesaußenminister Guido Westerwelle reagierte mit Fassungslosigkeit und tiefer Bestürzung auf den Tod Lambsdorffs. Die Partei habe "ihren wichtigsten Wegweiser der vergangenen Jahrzehnte" und ein Vorbild verloren. Westerwelle hob "programmatische Klarheit" und "kantige Unerschütterlichkeit" als Lambsdorffs Eigenschaften hervor. "Sein marktwirtschaftliches Engagement und sein Engagement für die Menschenrechte weltweit haben über ein halbes Jahrhundert hinweg der FDP wesentlich zu ihrem Profil verholfen."
Unerschütterliches Bekenntnis zur Freiheit

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erklärte, Lambsdorffs Engagement für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gehörten zu seinem politischen Wirken genauso wie das Eintreten für die soziale Marktwirtschaft. Sein Bekenntnis zur Freiheit als zentralem Wert politischen Wirkens sei unerschütterlich gewesen. Dass Freiheit unteilbar sei, habe ganze Generationen von Liberalen geprägt.
Lambsdorff hinterlässt "große Lücke"

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte, Lambsdorff hinterlasse eine große Lücke in der deutschen Politik. Lambsdorff habe als früherer Wirtschaftsminister ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Sein Parteifreund habe für Prinzipientreue gestanden und sei ein überzeugter Verfechter der sozialen Marktwirtschaft gewesen. Er werde seinen Rat und seine große Erfahrung vermissen.
Eine Handschrift in der politischen Geschichte

Der frühere FDP-Chef Wolfgang Gerhardt bezeichnete den Tod Lambsdorffs als "großen Verlust eines überragenden Mannes". Er fügte in einer Stellungnahme hinzu: "In der politischen Geschichte der Bundesrepublik ist seine Handschrift zu erkennen." Lambsdorff war Vorgänger Gerhardts als Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung.
Ein "streitbarer Politiker"

Die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin bezeichneten Lambsdorff als "streitbaren Politiker, der zu seiner Überzeugung stand". Politisch seien sie mit ihm selten einer Meinung gewesen, "als Partner im demokratischen Wettstreit werden wir ihn dennoch vermissen".
http://www.tagesschau.de/inland/reaktionenlambsdorff100.html
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Malibu

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4

Samstag, 12. Dezember 2009, 16:39

Trauerfeier für Otto Graf Lambsdorff


Bischof Huber: „Die Nation trauert um ihn“ ++ Beisetzung wird im Januar sein
Trauerfeier für den verstorbenen FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff († 82). Im Dom zu Brandenburg/Havel wurde des verstorbenen früheren Bundeswirtschaftsministers gedacht.
Neben der Familie waren unter anderem Bundespräsident Horst Köhler (66), Bundeskanzlerin Angela Merkel (55, CDU), der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle (48) sowie die früheren FDP-Außenminister Klaus Kinkel (73) und Hans-Dietrich Genscher (82) anwesend. Lambsdorff selbst hatte noch vor seinem Tod gebeten, dass es keinen Staatsakt für ihn geben solle.
Den Gottesdienst zelebrierte Alt-Bischof Huber als Domdechant des Brandenburger Gotteshauses. „Um ihn trauert unsere Nation. Um ihn trauert eine internationale Gemeinschaft“, so Huber.
Lambsdorff, der von 1941 bis 1944 die Ritterakademie in Brandenburg/Havel besucht hatte, war seit den 90er-Jahren Mitglied des Domkapitels des Brandenburger Doms und zuletzt Ehrendomherr. 1995 war er zudem Mitbegründer und bis 2003 Kuratoriumsvorsitzender des Fördervereins Dom zu Brandenburg.
Lambsdorff war am vergangenen Samstag nach schwerer Krankheit in Bonn gestorben. Beigesetzt werden soll er auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf bei Potsdam. Die Urnenbeisetzung im Familienkreis ist für Januar geplant.
Lambsdorff trat 1951 der FDP bei. 1971 arbeitete der promovierte Jurist in der Programmkommission der Partei an den Freiburger Thesen mit. 1972 zog er erstmals für die Liberalen in den Bundestag ein, wo er sich als wirtschaftspolitischer Fraktionssprecher mit neoliberalen Akzenten profilierte.
1977 wurde der FDP-Politiker zum Bundeswirtschaftsminister unter Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ernannt. An der Seite von Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) bereitete er in der Konjunktur- und Finanzpolitik mit seinem „Lambsdorff-Papier“ die politische „Wende“ zur CDU vor. Diese führte 1982 zum Regierungswechsel.
Unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) blieb Lambsdorff zunächst noch Wirtschaftsminister, geriet aber durch seine Verwicklung in die Flick-Affäre in Bedrängnis.
Am 26. Juni 1984 – der Rücktritt! Im Laufe eines spektakulären Verfahrens wurde der Vorwurf der Bestechlichkeit gegen Lambsdorff fallen gelassen, er erhielt 1987 jedoch wegen Steuerhinterziehung eine Geldstrafe von 180 000 Mark (rund 92 000 Euro).
Von 1988 bis 1993 war Lambsdorff Bundesvorsitzender der FDP und seitdem Ehrenvorsitzender der Partei. Bis 1998 saß er im Bundestag.


Quelle: bild.de
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E.T.

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5

Samstag, 12. Dezember 2009, 19:41

Trauerfeier für Graf Lambsdorff
Rund 500 Menschen haben bei einer Trauerfeier im Dom von Brandenburg/Havel Abschied von Otto Graf Lambsdorff genommen. „Der Pfarrer möchte Gott für mein Leben danken – keine weiteren Reden“, diese Anweisung habe Lambsdorff hinterlassen, sagte Wolfgang Huber in seiner Predigt

http://www.bunte.de/society/fs-trauerfei…9_did_5193.html
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