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Malibu

Unsere liebe News Jägerin und Super Moderatorin

1

Sonntag, 29. Juni 2008, 22:37

Fussball EM 2012

Michel Platini droht Polen und der Ukraine Wir nehmen Euch die EM weg



Uefa-Boss Michel Platini (53) droht Polen und der Ukraine mit dem Entzug der EM 2012! Grund: Probleme beim Stadionbau und der Infrastruktur.
Platini: „Sollte es in den Hauptstädten Kiew und Warschau keine Stadien geben, gehen wir nicht dahin.“
Platini tritt Mittwoch eine Inspektionsreise an. „Ich werde größere Probleme wegen Polen und Ukraine haben als wegen des Weingenusses.“ Ende September soll eine Entscheidung fallen.
Könnte die EM 2012 in Deutschland stattfinden? DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: „Ich vertraue nach wie vor darauf, dass das Turnier in beiden Ländern stattfinden kann, wie es die Uefa beschlossen hat.


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Malibu

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2

Montag, 21. Juli 2008, 20:25

Englische Zeitung schreibt

Deutschland als Ersatz-Gastgeber bei EM 2012



London - Die Fußball-Europameisterschaft 2012 soll eigentlich in Polen und in der Ukraine stattfinden.
Doch jetzt soll der europäische Fußball-Verband (UEFA) angeblich beim Deutschen Fußball-Bund angefragt haben, ob Deutschland als Ersatz für die Ukraine einspringen könnte. Das schreibt die britische Zeitung "Daily Telegraph".
In Polen laufen die Vorbereitungen nach Plan, in der Ukraine soll es einen Rückstand geben. Daher solle Deutschland als kleiner Partner an der Seite von polen einspringen. Berlin und Leipzig wurden als Ersatz-Spielstätten genannt.


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Chris

Fan von Simpsons, Bernd das Brot, Southpark und Admin

3

Montag, 21. Juli 2008, 21:23

Nach der EM war die Rede, daß Österreich und Schweiz wieder als Gastgeber einspringen

Deshalb werden die Stadien noch so belassen, weil es sich im Herbst entscheidet
:coff: *** Wir suchen unter anderen noch Helfer für das Big Brother 11 (BB11) Tagebuch. Wer Sky oder Livestream hat, ist herzlich eingeladen, mitzuhelfen. Auch bei allen anderen interessanten Themen könnt Ihr euch austoben und eure Meinung kundtun hier im Big Brother 11 im Allerleiforum.at ***
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4

Samstag, 7. Februar 2009, 10:12

Finalorte 2011 und 2012

2011 Wembleystadion London
2012 Alianzarena München
:baeh: Mein Name ist Hase :baeh:
:lach:
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Neumi266

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5

Sonntag, 7. Februar 2010, 15:39

EM-Quali: Auf DFB-Team warten brisante Duelle

Extrem reizvoll, aber machbar: Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in der Gruppe A mit der Türkei, Österreich, Belgien, dem von Bernd Storck betreuten Team aus Kasachstan und Vogts' Aserbaidschanern zu tun.
"Ich bin weder geschockt noch glücklich. Logistisch gesehen ist es nicht ganz einfach. Ansonsten ist es eine deutschsprachige Gruppe mit vielen deutschen Trainern", kommentierte Bundestrainer Joachim Löw die Auslosung im Amphitheater des Kulturpalastes in Warschau, die er in Reihe 4 neben Teammanager Oliver Bierhoff verfolgt hatte.

Löw will sich nur einen Tag mit der EM beschäftigen
Ob er selbst nach den Querelen um die Vertragsverlängerung seines Trainerstabes bei Beginn der Qualifikationsspiele am 3. September 2010 noch auf der deutschen Bank sitzen wird, ließ Löw offen: "Das wird man sehen. Ich mache mir darüber jetzt keine Gedanken." Er werde sich nur einen Tag mit der Europameisterschaft beschäftigen, wenn die Mannschaftsvertreter in der nächsten oder übernächsten Woche zwecks Terminabsprache nach Frankfurt kommen. Ansonsten sei er ganz auf die Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika fokussiert, so Löw. Die Ausscheidung für die EM in zwei Jahren endet am 11. Oktober 2011.

Zwei Gegner von der EURO 2008
Österreich und die Türkei waren zuletzt während der EURO 2008 deutsche Gegner. Gegen die EM-Gastgeber gelang im letzten Gruppenspiel in Wien ein 1:0-Erfolg, die Türken wurden im Halbfinale in Basel durch ein Tor von Philipp Lahm in letzter Minute 3:2 bezwungen. Auch gegen Belgien gab es im letzten Aufeinandertreffen im August 2008 mit 2:0 einen deutschen Sieg.

Vogts will von Deutschland lernen
Auf die von Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner war die DFB-Elf erst in der Ausscheidung für die WM in Südafrika getroffen. Dabei hieß es 2:0 und 4:0 für die Elf von Joachim Löw. "Wir sind zufrieden mit der Auslosung. Wir freuen uns, dass wir wieder die großen Deutschen in unserer Gruppe haben. Wir wollen viel lernen", betonte Vogts. Das vom ehemaligen Dortmunder Profi Storck trainierte Kasachstan war noch nie deutscher Gegner.

Schweiz muss gegen England ran
Härter als die deutsche Elf traf es Ottmar Hitzfelds Schweizer, die es in der G unter anderem mit England zu tun bekommen. Ex- Europameister Griechenland mit Otto Rehhagel auf der Trainerbank erhielt Kroatien als schärfsten Kontrahenten im Kampf um den Gruppensieg zugelost. Titelverteidiger Spanien muss sich in der Gruppe I unter anderem gegen Tschechien und Schottland behaupten.

So qualifiziert man sich für die EM 2012
Die Sieger der insgesamt neun Gruppen und der beste Zweitplatzierte qualifizieren sich direkt für die EM vom 9. Juni bis 1. Juli 2012. Die acht weiteren Gruppenzweiten spielen im November 2011 in Playoff-Duellen die restlichen vier EM-Startplätze aus. Die Gastgeber Polen und Ukraine sind automatisch qualifiziert. Spielorte sind in der Ukraine die Hauptstadt Kiew, wo auch das Finale stattfinden soll, Charkow, Donezk und Lwiw. In Polen wird in Warschau, Breslau, Danzig und Posen gespielt.

http://sport.t-online.de/em-2012-em-qual…_21651508/index
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Neumi266

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6

Samstag, 4. September 2010, 05:30

Klose erlöst das DFB-Team

Holprig - aber doch ein Start nach Maß: Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in Belgien in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 gestartet. Beim 1:0 in Brüssel offenbarte das Team von Bundestrainer Joachim Löw aber einige Anlaufschwierigkeiten und viel, viel Luft nach oben. Gegen die überraschend starken Belgier gelang Miroslav Klose der entscheidende Treffer sechs Minuten nach der Pause. Bis zum Schlusspfiff musste Deutschland um das erhoffte Erfolgserlebnis bangen.
Dem DFB-Team hätte es früh dämmern können, dass es ein heißer Septemberabend im Stade Roi Baudouin in Brüssel würde. Durch ein Spalier maskierter, mit Fakeln bewaffneter Roter Teufel mussten die Teams auf den Platz, die Werbebanden in Flammen - jedenfalls digital. Das junge belgische Team bemühte sich von Beginn an, ins Bild zu passen und ein Feuerwerk abzubrennen. An Leidenschaft fehlte es der unerfahrenen Truppe von Trainer Georges Leekens nicht. Ganz im Gegenteil: Mutig setzte der 48. der Weltrangliste im Duell mit dem WM-Dritten auf Offensive.

Fellaini und Lukaku bestätigen die Vorschusslorbeeren
Vor allem Marouane Fellaini, Mittelfeldspieler vom FC Everton, und Belgiens Supertalent Romelu Lukaku, 17-jähriger Sturmtank vom RSC Anderlecht, trieben das Spiel öfters und gefährlicher in die deutsche Hälfte, als es Löw lieb sein konnte. Holger Badstuber, der erstmals auf seiner Lieblingspostion in der linken Innenverteidigung ran durfte (für den verletzten Arne Friedrich), hatte einige Mühe mit Lukaku, der mehrfach zeigte, warum Topklubs Europas bei ihm Schlange stehen. Erst nach sieben, acht Zweikämpfen hatte sich der Münchner Badstuber an die wuchtige Spielweise der belgischen Drogba-Kopie gewöhnt.

WM-Pechvogel Westermann ersetzt nach der Pause Vereinskollege Jansen
Zwei richtig gute Möglichkeiten zur Führung erarbeiteten sich die Gastgeber im ersten Durchgang. Beide Male rettete Torwart Manuel Neuer. Bei Lukakus frühem Knaller aus 25 Metern hielt Deutschlands Nummer eins im Nachfassen (8.) und bei Moussa Dembeles Versuch aus der gleichen Distanz fünf Minuten vor der Pause lenkte der Schalker den Ball gerade noch zur Ecke. Außerdem wackelte die Abwehr einige Male ganz ordentlich. Per Mertesacker - bei der WM noch mit einigen Stockfehlern - machte seine Sache noch am besten. Außenverteidiger Marcell Jansen musste sich nach dem Wechsel raus, für ihn kam sein HSV-Kollege Heiko Westermann

Schlechte Chancenverwertung
Die DFB-Elf bekam das Spiel nicht richtig in den Griff. Zwar erarbeiteten die WM-Helden vier Großchancen noch im ersten Durchgang, aber ein Tor sprang zunächst nicht heraus. Mesut Özil bestätigte seine Defizite im Abschluss. Der Spielmacher setzte erst einen Distanzschuss knapp neben das belgische Tor (14.) und vergab dann den wohl schönsten deutschen Spielzug, als er nach Flanke von Lukas Podolski und Ablage von Thomas Müller unbedrängt über das Tor schoss (18.). Auch Özils Real-Teamkollege Sami Khedira blieb mit einem Schuss aus guter Position harmlos (19.). Nur eine Minute später scheiterte Müller am aufmerksamen Logan Bailly. Der Gladbacher Keeper war mit Daniel van Buyten vom FC Bayern und Timmy Simons vom 1. FC Nürnberg einer von drei Bundesliga-Legionären in der Startelf der Gastgeber.

Müller bedient Klose mustergültig
Nach dem Wechsel erwischte die DFB-Elf den erhofften Start nach Maß. Einmal mehr war es der emsige Müller, der die Führung einleitete. Nach einem Pressball vorm Strafraum der Belgier schaltete der WM-Torschützenkönig am schnellsten und passte perfekt auf seinen freistehenden Münchner Teamkollegen Miroslav Klose. Der Nationalstürmer hatte keine Mühe, im 102. Länderspiel seinen 53. Treffer zu erzielen. "Heimspiel in Brüssel" feierten die etwa 7000 Fans der DFB-Elf auf den Rängen.

Das Gegentor nimmt Belgien keinesfalls aus dem Spiel
Eine wirkliche Beruhigung brachte das Tor aber nicht. Weder Bastian Schweinsteiger noch Sami Khedira bekamen die Partie in den Griff, und Özil tauchte mit zunehmender Spieldauer immer mehr ab. Angetrieben von Fellaini, der nicht nur wegen seines Afro-Looks der auffälligste Spieler auf dem Platz war, hielt der Außenseiter dagegen. Nach einer erneuten kollektiven Unsicherheit der Abwehr hatte Fellaini auch den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Ball ging übers Tor (62.). Die einzig nennenswerte Konterchance für die DFB-Elf nach Philipp Lahms tollem Pass auf Müller entschärfte Bailly mit den Fingerspitzen (70.). So war bis zum Schluss Zittern angesagt, die DFB-Elf hatte es viel spannender gemacht, als sie sich das wohl vorgestellt hatte.

Jetzt nachlegen gegen Bertis Exoten aus Aserbaidschan
Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Nationalspielern nicht. Denn schon am Dienstag geht es weiter in der EM-Qualifikation. Der nächste Gegner heißt Aserbaidschan (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Der Underdog wird vom früheren Bundestrainer Berti Vogts trainiert, der nach offizieller Sprachregelung eine "Lehrstunde" in Köln erwartet, aber insgeheim wohl auf eine Überraschung gegen seine frühere Mannschaft hofft. Im letzten Aufeinandertreffen beider Teams in Hannover während der Qualifikation für die WM 2010 hatten Aserbaidschan immerhin eine Halbzeit ordentlich mitgehalten, bevor es doch ein standesgemäßes 4:0 für Deutschland gab.

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Dienstag, 7. September 2010, 23:03

DFB-Team feiert Schützenfest

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Der deutschen Nationalmannschaft ist der perfekte Start in die Qualifikation für die EM 2012 gelungen. Nach dem 1:0-Sieg zum Auftakt in Belgien gewann die DFB-Elf das Heimspiel gegen Außenseiter Aserbaidschan in Köln standesgemäß mit 6:1 (3:0) und übernahm damit die Führung in der Gruppe A.
Heiko Westermann (27.), Lukas Podolski (45.), Miroslav Klose (45.+1, 90.), Aserbaidschans Rashad Sadygov per Eigentor sowie Holger Badstuber (85.) trafen für das Team von Bundestrainer Joachim Löw, das in allen Belangen überlegen war. Den Anschlusstreffer der Gäste aus dem Kaukasus erzielte Rail Malikov (57.) nach einem Fehler von Torwart Manuel Neuer.

Die Mannschaft hat Spaß
"Die Mannschaft hat teilweise toll kombiniert. Es macht Spaß, diese Kombinationen wieder zu sehen. Es ist gut, dass wir nach dem 3:0 nicht aufgehört haben, sondern weitergespielt haben", lobte Löw seine Schützlinge. "Wir haben sechs Tore geschossen, ich glaube, da kann man zufrieden sein. Die Mannschaft hat Spaß, Fußball zu spielen und Tore zu schießen. Das hat man heute gesehen", betonte Kapitän Philipp Lahm. "Deutschland spielt in einer anderen Liga. Das Ergebnis ist absolut in Ordnung. Wir haben viel zu passiv gespielt", analysierte dagegen Gäste-Trainer Berti Vogts die 90 einseitigen Minuten.
Schon zur Pause lag die deutsche Mannschaft klar auf Kurs. Zwar brauchte das DFB-Team zwanzig Minuten, um gegen das Abwehrbollwerk ins Rollen zu kommen. Aber nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung gegen den engagiert kämpfenden Underdog hatten Schweinsteiger und Co. die Partie im Griff. Lokalmatador Lukas Podolski setzte mit zwei satten Weitschüssen (22., 24.) erste Ausrufezeichen. Heiko Westermann scheiterte mit einem Kopfball an Torhüter Kamran Aghayew knapp (25.).

Riether überraschend in der Startelf
Nur zwei Minuten später durfte die deutsche Elf dann zum ersten Mal jubeln. Westermann schaltete nach Miroslav Kloses Fehlversuch am schnellsten und hämmerte den Ball im zweiten Versuch aus drei Metern ins Tor der Gäste (27.). Pikant: Der Torschütze, eigentlich für die Startelf auf der linken Abwehrseite vorgesehen, saß zunächst auf der Bank und war erst nach acht Minuten für Per Mertesacker ins Team gerückt. Der Bundestrainer hatte auf der rechten Abwehrseite überraschend dem Wolfsburger Sascha Riether das Vertrauen geschenkt und dafür Kapitän Philipp Lahm auf die für Westermann vorgesehene linke Seite gezogen.
Mit einem Doppelschlag unmittelbar vor dem Pausenpfiff sorgte der WM-Dritte früh für klare Verhältnisse. Erst holte sich der eifrige Podolski mit dem 2:0 (45.) sein persönliches Erfolgserlebnis ab und gab mit seinem 41. Länderspieltreffer im 81. Spiel die richtige Antwort auf die teils herben Kritiken nach dem Belgien-Spiel. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte Miroslav Klose sogar noch einen drauf und schloss den schönsten Spielzug zum 3:0 ab. Holger Badstuber hatte mit einem Traumpass Podolski eingesetzt, der uneigennützig seinen früheren Sturmkollegen in der Mitte bediente.

Schweinsteiger rettet in der Not
Aserbaidschan mühte sich nach Kräften, hatte im ersten Durchgang aber nur eine ernst zu nehmende Chance. Als Mertesacker nach einem Ellbogencheck durch Aserbaidschans einzige Sturmspitze Vagif Javadov gerade an der Seitenlinie behandelt werden musste, hätte der 105. der Weltrangliste die Unordnung in der DFB-Hintermannschaft beinahe genutzt. Bastian Schweinsteiger entschärfte den gefährlichen Konter in höchster Not. Der Bremer Mertesacker musste mit einer Platzwunde am linken Auge ausgewechselt werden.
Auch nach der Pause ließ die deutsche Elf nicht in ihrem Bemühen nach, den 43.751 Fans im Kölner Stadion ein Offensivspektakel zu bieten. So zwang Sami Khedira mit einer scharfen Hereingabe Aserbaidschans Innenverteidiger Rashad Sadygv zu einem Eigentor zum 1:4 (53.). Podolski hätte sein eindrucksvolles Torekonto weiter erhöhen können, scheiterte jedoch mehrfach knapp. Die Einwechslungen von Marin (für Thomas Müller) und Cacau (für Schweinsteiger) hielten das Tempo hoch. Fünf Minuten vor dem Ende gelang Abwehrspieler Holger Badstuber mit einem Kopfball sein erster Länderspieltreffer. Und mit dem Schlusspfiff sorgte Klose mit seinem zweiten Treffer (an diesem Abend) für den Endstand. Schon in der 57. Minute hatten die Gäste nach einem Patzer von Manuel Neuer den Ehrentreffer erzielt Rail Malikov nutzte die missglückte Faustabwehr der deutschen Nummer eins zum zwischenzeitlichen 1:4.
In ziemlich genau einem Monat geht es mit dem zweiten Doppelspieltag weiter in der EM-Qualifikation. Zum Auftakt spielt die deutsche Nationalmannschaft am 8. Oktober in Berlin gegen die Türkei, vier Tage später in Astana gegen den Underdog Kasachstan. Die Reise nach Zentralasien gerät für die DFB-Elf vermutlich zu einem großen Abenteuer. So wird wegen der Zeitverschiebung das Spiel um 23 Uhr Ortszeit angepfiffen – in Deutschland ist es dann erst 19 Uhr.

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8

Samstag, 9. Oktober 2010, 08:45

Klose und Özil schießen die DFB-Elf zum Sieg

Er stand wie kein anderer im Blickpunkt: Mesut Özil. Geboren in Gelsenkirchen, Sohn türkischer Eltern, er spielt für Deutschland. Zunächst war im Spiel gegen die Türkei von ihm nicht viel zu sehen. Doch mit zunehmender Spieldauer steigerte er sich immer mehr, und in der 79. Minute krönte Özil seine letztlich starke Leistung: Philipp Lahm schickte den Mittelfeldmotor auf die Reise, der blieb cool und vollendete zum 2:0.
Es war die Entscheidung eines sehr emotionalen Spiels, in dem Miroslav Klose Deutschland in der 41. Minute in Führung gebracht hatte. Der Nationalstürmer setzte auch drei Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt zum 3:0 (1:0). Nach dem verdienten dritten Sieg im dritten EM-Qualifikationsspiel ist das DFB-Team nun alleiniger Tabellenführer der Gruppe A.

Auswärtsatmosphäre für die Deutschen
Einen Vorgeschmack auf das Kommende bekamen die deutschen Spieler schon beim Aufwärmen – ein Begrüßungs-Pfeifkonzert der türkischen Fans. Beim Einlaufen der Mannschaften konterten die deutschen Fans zumindest visuell, mit einer "Heimspiel"-Choreographie in der Ostkurve. Das war es dann auf den Rängen jedoch – wie erwartet – nicht. Zwar bemühten sich die deutschen Zuschauer nach Kräften, wurden aber bei Ballkontakten von Özil, Angriffen des DFB-Teams und Schiedsrichter-Entscheidungen gegen die Türkei immer wieder von gellenden Pfiffen übertönt.

Volkan lenkt Özils Schuss zur Ecke
Für beide Teams stand vor 74.244 Zuschauern erst einmal Sicherheit im Vordergrund, doch Deutschland bemühte sich um Spielkontrolle und war aktiver, allerdings selten kreativ im Spiel nach vorne. Auch der von den deutschen Anhängern immer wieder gefeierte Özil konnte daran wenig ändern. Die erste halbe Chance hatte Klose per Kopf (7.), drei Minuten später klärte Gökhan Gönül nach einer Flanke von Philipp Lahm vor dem lauernden Klose. Einen Schuss von Özil lenkte Torhüter Volkan Demirel zur Ecke (16.).

Badstuber rettet gegen Halil Altintop
Danach passierte erst einmal nicht viel, da die Partie zweimal lange unterbrochen war. Erst musste Mehmet Aurelio verletzt raus (24.), dann blieb Servet Cetin nach einem Zusammenstoß mit Neuer liegen. Er musste kurz raus, eine Platzwunde wurde genäht, konnte aber weiterspielen. Die Türkei kam vor dem Wechsel lediglich einmal gefährlich vors Tor, doch Holger Badstuber stoppte den allein auf Neuer zueilenden Halil Altintop mit einer starken Rettungsaktion.

Klose steht da, wo er wichtig ist
Kurz vor der Pause wurden die gut 40.000 türkischen Fans für Sekunden sehr ruhig: Einen Kopfball von Thomas Müller lenkte Volkan an die Latte, der Ball sprang noch an den Pfosten, ehe ihn Klose per Kopf aus einem Meter ins Tor beförderte – ein Treffer aus der Kategorie, "ein guter Torjäger steht da, wo es wichtig ist".

Neuers Glanzparade verhindert den Ausgleich
Das Gegentor schienen die Gäste auch in der Halbzeit noch nicht ganz verarbeitet zu haben, den Deutschen gehörte eindeutig die Startphase der sehr viel temporeicheren zweiten Hälfte. Nach Doppelpass mit Müller hämmerte Toni Kroos den Ball volley drüber (47.), kurz darauf hatte die türkische Abwehr Mühe mit einem von Özil hereingeschlagenen Freistoß. Auf der Gegenseite verlor Lukas Podolski die Kugel, Per Mertesacker und Lahm nahmen sich eine gedankliche Auszeit – und Halil Altintop stand frei vor Neuer, der mit einer Glanzparade die Führung rettete (53.).

Klose sorgt für den Schlusspunkt
Für die Türkei war es das Signal zu einer kurzen Drangphase. Deutschland fing sich aber wieder und hatte gute Gelegenheiten die Führung beruhigender zu gestalten. Das galt besonders für Podolski, der nach schöner Vorarbeit von Heiko Westermann und Özil aus zehn Metern freistehend neben das Tor schoss (70.). Die Überlegenheit auf dem Rasen hatte auch Auswirkungen auf die Kräfteverhältnisse abseits des Rasens. Richtig laut pfiffen die türkischen Anhänger nur noch einmal: Als der Torschütze zum 2:0 eingeblendet wurde – Mesut Özil, der dem Spiel in der zweiten Halbzeit doch noch deutlich seinen Stempel aufdrückte. Den Schlusspunkt für die jetzt wie entfesselt aufspielenden Deutschen setzte Klose nach einem schlimmen Fehler von Torwart Volkan. Für den Nationalstürmer war es schon der 57. Länderspieltreffer (in 104 Spielen). Er ist nach Gerd Müller (68 Tore) nun allein auf Platz zwei der ewigen Bestenliste.

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9

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 10:26

Deutschland behält seine weiße Weste

Mit späten Toren hat die deutsche Nationalmannschaft bei der Nachtschicht in Kasachstan einen peinlichen Betriebsunfall gerade noch abgewendet. Torgarant Miroslav Klose mit seinem 58. Länderspiel-Treffer (48. Minute), Mario Gomez (76.) und Lukas Podolski (85.) sorgten für den glanzlosen 3:0 (0:0)-Sieg in Astana und hielten die DFB-Elf in der Qualifikation für die EM 2012 auf Kurs.
Im letzten Pflichtspiel des Jahres vergab die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw vor etwa 20.000 Zuschauern unter dem Hallendach der Astana Arena gegen das engagierte, aber harmlose Team des deutschen Trainers Bernd Storck beste Möglichkeiten für einen höheren Sieg gleich im Dutzend.

Vogts-Team leistet Schützenhilfe
Dennoch reichte es bei der Länderspiel-Premiere gegen den krassen Außenseiter auf Kunstrasen zum knappen Erfolg, der die souveräne Tabellenführung mit zwölf Punkten in der Gruppe A bescherte. Dank der Schützenhilfe von Berti Vogts und Aserbaidschan gegen die Türkei (1:0) kann das DFB-Team beruhigt in die Winterpause der EM-Ausscheidung gehen. Fortgesetzt wird die Qualifikationsrunde erst am 26. März, wenn Kasachstan nach Kaiserslautern kommt. In diesem Jahr steht nur noch das Testspiel in Schweden am 17. November an.

Özil meldet sich rechtzeitig zurück
Knapp 4000 Kilometer entfernt von der Heimat schickte Löw zur Geisterstunde in der zentralasiatischen Steppe dieselbe Elf aufs Feld, die vier Tage zuvor die Türken glanzvoll 3:0 in Berlin bezwungen hatte. Kurz vor der Partie hatte auch Mittelfeld-Zauberer Mesut Özil nach überwundener Knöchelverletzung Grünes Licht für seinen Einsatz gegeben. "Wir sind gewarnt, aber es ist klar, dass wir hier drei Punkte holen wollen. Das ist unser Anspruch", betonte Teammanger Oliver Bierhoff kurz vor dem Anpfiff. Ein Anti-Jet-Lag-Plan sollte dem DFB-Team nach der weitesten Anreise zu einem Qualifikationsspiel in der langen Verbandsgeschichte und vier Stunden Zeitverschiebung Beine machen. Dennoch wurde die Pflichtaufgabe zum befürchteten Kraftakt.

Badstuber und Khedira mit groben Schnitzern
Unter dem geschlossenen Hallendach der Astana Arena mühte sich der turmhohe Favorit von Beginn an um Kontrolle, hatte aber sichtlich Mühe mit dem ungewohnten Kunstrasen. Die mutigen Kasachen versuchten immer wieder, früh das Aufbauspiel des WM-Dritten zu stören und zwangen Löws Spieler so zu einigen ungewohnten Fehlern. Vor allem Innerverteidiger Holger Badstuber und Real-Madrid-Profi Sami Khedira leisteten sich mehrfach grobe Schnitzer.

Viele Chancen bleiben ungenutzt
Dennoch kam die DFB-Elf gegen die Hausherren schnell zu Chancen und hätte die Partie viel früher entscheiden können. Lukas Podolski drosch den Ball nach Kloses Solo aus 18 Metern freistehend drüber (6.). Drei Minuten später schoss Thomas Müller aus spitzem Winkel am kurzen Eck vorbei. Kloses Kopfball nach Müllers Flanke strich über die Latte (16.).

Kroos und Özil vergeben fahrlässig
Immer, wenn das deutsche Team das Tempo mit schnellen Flachpässen erhöhte, kam der Fußball-Zwerg aus dem neuntgrößten Land der Erde in Schwierigkeiten. Nach einer feinen Kombination stand plötzlich Özil völlig frei, sein Schuss wurde jedoch in höchster Not noch abgeblockt (19.). Toni Kroos (22.), der abermals den verletzten Bastian Schweinsteiger in der Mittelfeld-Zentrale ersetzte, und erneut Özil (28.) vergaben danach aus bester Position ebenfalls fahrlässig die längst verdiente Führung. Coach Löw haderte auf der Bank sichtlich verärgert mit der Abschlussschwäche seiner Schützlinge. Doch das Geduldsspiel ging weiter. Kroos scheiterte per Fernschuss an Keeper Andrej Sidelnikow (36.), Khedira zielte zunächst knapp daneben (41.) und hatte dann Pech bei einem Kopfball an die Latte (43.). Weil Sidelnikow auch Özils Kracher parierte, ging es torlos in die Kabinen.

Gomez beseitigt letzte Zweifel
Kurz nach der Pause brach Klose in seinem 105. Länderspiel auf Vorlage von Podolski dann den Bann, als er vor zwei Verteidigern an den Ball kam und ins leere Tor traf. Doch danach wurde das Spiel der Deutschen keineswegs besser. Stattdessen kamen sogar die Gastgeber durch Zweitliga-Profi Heinrich Schmidtgal von Rot-Weiß Oberhausen zu einigen Chancen (52./57.). Erst der Treffer des für den verletzten Klose eingewechselten Gomez beseitigte die letzten Zweifel. Podolski setzte dann mit seinem 42. Länderspiel-Tor den Schlusspunkt und zog damit mit dem verletzten Kapitän Michael Ballack in der DFB-Torschützenliste gleich. Einziger Wermutstropfen für das deutsche Team - und womöglich den FC Bayern: Torschütze Klose musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden.

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Mittwoch, 13. Oktober 2010, 10:29

Randale in Genua

Serbische Fußball-Hooligans haben erneut für einen Skandal gesorgt und den Abbruch der Auswärtspartie in Italien verursacht. Wegen anhaltender Krawalle wurde das E-Qualifikationsspiel der Serben in Genua zunächst verschoben und dann abgebrochen
Nachdem erneut Feuerwerkskörper und Fackeln auf das Spielfeld geworfen worden waren, schickte Schiedsrichter Craig Thomson nach kurzer Diskussion die Teams in der siebten Spielminute beim Stand von 0:0 wieder in die Kabine. "Es wird nicht gespielt. Sowas habe ich noch nie gesehen", sagte Italiens Trainer Cesare Prandelli

Hooligans greifen Polizeiauto an
Das Spiel im Stadio Marassi hatte bereits mit 35-minütiger Verzögerung begonnen, weil es schon vor dem Anpfiff zu Ausschreitungen serbischer Anhänger gekommen war. Dabei gingen Zäune und Glasscheiben zu Bruch. Zuvor hatten Hooligans ein Polizeiauto angegriffen. Ob die Spitzenpartie der Gruppe C nachgeholt oder Italien am Grünen Tisch zum Sieger erklärt wird, war offen. Italien hatte nach drei Spielen als 7 Punkte auf dem Konto, Serbien vier Zähler.
Nach Angaben des serbischen Fernsehens soll der Torwart der serbischen Mannschaft, Vladimir Stojkovic, von serbischen Hooligans bei der Ankunft im Stadion am Mannschaftsbus attackiert worden sein. Teamkollegen sollen ihn vor Verletzungen durch Fackeln beschützt haben. Daraufhin spielte für Stojkovic Ersatztorwart Zeljko Brkic. Nach seinem Wechsel von Roter Stern Belgrad zum Lokalrivalen Partizan hatte Stojkovic nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten.

Serbische Spieler weinen auf dem Feld
Italiens Torwart Francesco Viviano äußerte sich geschockt. "Es ist traurig, dass ein Fußballspiel so endet. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt, dass ich nicht im Tor stehen kann, während hinter mir Fackeln auf mich geworfen werden", sagte er. Nach Vivianos Angaben weinten einige serbische Spieler. Serbiens Innenminister sagte der italienischen Polizei seine volle Unterstützung zu.
Bereits vor dem Anpfiff hatte die italienische Polizei den Gästeblock mit rund 1600 serbischen Fans abgeriegelt. Einige Anhänger der Serben versuchten, die Absperrungen in Richtung Rasen zu durchbrechen. Der Schiedsrichter schickte daraufhin beide Mannschaft aus Sicherheitsgründen noch vor Spielbeginn zurück in die Kabinen. Vertreter der Europäischen Fußball-Union UEFA entschieden dann, das Spiel mit rund einer halben Stunde Verspätung anpfeifen zu lassen. Serbische Anhänger hatten bereits nach der Heimniederlage ihres Team gegen Estland (1:3) in Belgrad randaliert.

Verletzte rund um das Spiel
20 Personen sind bei den Krawallen serbischer Hooligans rund um das Spiel verletzt worden. Das meldete die italienische Polizei. Die schwersten Verletzungen erlitt ein Polizist durch die Explosion eines Feuerwerkkörpers direkt vor seinem Gesicht. Auch ein serbischer Fan wurde bei den Ausschreitungen im Gesicht verletzt. Serbiens Verbandspräsident Tomislav Karadzic bezeichnete das Verhalten seiner Landsleute als "Schande" und "Angriff auf unseren Staat".
Die Polizei bekam die Situation erst am frühen Mittwochmorgen unter Kontrolle. Die serbischen Anhänger wurden auf einem eingezäunten Parkplatz in der Nähe des Stadions eingekesselt. Anschließend wurden sie unter Polizeischutz mit Bussen abtransportiert.

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Mittwoch, 13. Oktober 2010, 10:31

Die Schweiz holt im dritten Anlauf den ersten Sieg

Ottmar Hitzfeld kann mit dem Schweizer Nationalteam weiter auf die EM 2012 hoffen. Gegen Wales gelang der Schweiz beim 4:1 (2:1) in Basel der erste Sieg im dritten EM-Qualifikationsspiel. Nach zuvor zwei Pleiten war Coach Hitzfeld unter Druck geraten.
Valentin Stocker (8. Minute/89.), der frühere Stuttgarter Marco Streller (21.) und Gökhan Inler (82./Foulelfmeter) brachten mit ihren Treffern im St. Jakob-Park die Eidgenossen jedoch zurück ins Geschäft. Für Wales traf Gareth Bale (13.). Mit drei Punkten verbesserte sich die Schweiz in Gruppe G auf Platz drei vor den punktgleichen Bulgaren. Wales ist ohne Zähler Tabellenletzter.

Montenegro erobert einen Punkt in Wembley
Fußballzwerg Montenegro bleibt in der Gruppe G die große Überraschung. Der Außenseiter verteidigte mit dem 0:0 in England die Tabellenführung. Nach vier Spielen sind die Kicker von der Adria noch ungeschlagen und ohne Gegentreffer. Die ersten drei Partien auf dem Weg zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine hatte die Mannschaft von Trainer Zlatko Kranjcar jeweils 1:0 gewonnen. Damit rangieren die Montenegriner nun mit 10 Punkten auf Rang eins vor England, das aus drei Partien sieben Zähler holte.

Spanien bleibt ohne Punktverlust
Welt- und Europameister Spanien hat sich in Glasgow zu einem 3:2 (1:0)-Erfolg gemüht und bleibt damit in der EM-Qualifikation nach drei Spielen verlustpunktfrei. Gegen Schottland taten sich die Mannen von Trainer Vicente del Bosque aber ungewohnt schwer. David Villa per Handelfmeter (41.) und Andres Iniesta (55.) hatten für eine scheinbar beruhigende Führung gesorgt, doch Steven Naismith (58.) und Gerard Piqué mit einem Eigentor (66.) glichen das Match aus. Die Spanier wankten kurz, ehe elf Minuten vor Schluss Fernando Llorente den Siegtreffer erzielte. Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Steven Whittaker beendeten die Hausherren die Partie mit zehn Mann.

Les Bleus mühen sich gegen Luxemburg
Frankreich schrammte nur knapp an einer weiteren Blamage vorbei. Beim 2:0 (1:0)-Sieg gegen den lange Zeit in Unterzahl spielenden Außenseiter Luxemburg konnten sich in Metz lediglich Karim Benzema (22.) und Yoann Gourcuff (76.) in die Torschützenliste eintragen. Luxemburgs Kapitän Rene Peters hatte in der 54. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Les Bleus, die Blauen, die ohne den derzeit verletzten Bayern-Star Franck Ribery antraten, feierte nach der überraschenden Auftaktpleite gegen Weißrussland (0:1) den dritten Sieg in Folge und bleibt Tabellenführer der Gruppe D. Luxemburg, das zuletzt mit einem 0:0 gegen die Weißrussen aufhorchen ließ, ist mit einem Punkt weiterhin Letzter.

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Mittwoch, 13. Oktober 2010, 10:36

Dramatisches Spiel in Belgien

Die Verfolger der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw patzen: Österreich kam in Belgien trotz zweimaliger Führung nur zu einem 4:4 (2:1) und liegt fünf Punkte hinter dem deutschen Team - und einen Zähler vor der Türkei. Die türkische Elf verlor in Aserbaidschan sensationell mit 0:1.
In Brüssel sahen die Zuschauer ein atemberaubendes Match zwischen Gastgeber Belgien und Österreich. Der Bremer Marko Arnautovic erzielte in der 29. Minute das zwischenzeitliche 2:1 für die Österreicher. Jelle Vossen hatte Belgien in Führung gebracht (11.), Franz Schiemer den Ausgleich erzielt (14.

Stuttgarts Harnik rettet Österreich das Remis
Nach dem 2:2 durch Marouane Fellaini (47.) schoss Schiemer mit seinem zweiten Treffer die Gäste erneut in Front (62.). Doch in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Nach der Roten Karte gegen England-Legionär Paul Scharner (68.) drehten zunächst Marvin Agunjimi (87.) und Nicolas Lombaerts (90.) das Spiel zugunsten der Roten Teufel. Aber der zwei Minuten zuvor eingewechselte Martin Harnik vom VfB Stuttgart traf in der Nachspielzeit zum 4:4.
Die türkische Nationalmannschaft hat sich in Aserbaidschan indes kräftig blamiert und muss bereits nach vier Spieltagen um die EM-Teilnahme bangen. Gegen den von Berti Vogts trainierten Außenseiter kassierte das Team von Guus Hiddink in Baku mit 0:1 (0:1) die zweite Niederlage in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012. Erst vor vier Tagen hatte die Türkei im Spitzenspiel in Berlin gegen Deutschland verloren.
Ohne den Dortmunder Jungstar Nuri Sahin präsentierte sich die Türkei über weite Strecken des Spiels komplett verunsichert. Räsad Sadiqov sorgte mit seinem Treffer in der 38. Minute für den ersten Sieg im achten Duell mit der Türkei.
Das entscheidende Tor fiel nach einem feinen Eckentrick: Zunächst ließen zwei Spieler von Aserbaidschan den Ball passieren und narrten damit die türkische Hintermannschaft. Sadiqov schob aus 15 Metern ein. Zuvor hatte Bayern-Profi Hamit Altintop nach schwacher Anfangsphase mit einem Lattentreffer (18.) die größte Chance für den EM-Dritten von 2008 ausgelassen.

Nihat vergibt mehrfach den Ausgleich
Zum Ende der Partie musste der unsichere Keeper Volkan Demirel sogar eine höhere Niederlage verhindern. Auf der anderen Seite vergab Nihat in der Schlussphase mehrfach den Ausgleich. Für Vogts war es nach dem 2:0 in Liechtenstein vor einem Jahr der zweite Sieg mit der früheren Sowjet-Republik in einem Qualifikationswettbewerb.

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 09:05

Neue Dimension der Gewalt

Eine brennende Albanien-Flagge, nationalistische Kosovo-Spruchbänder, Brandgeschosse und brutale Randale: Serbische Hooligans haben mit gezielten Krawallen beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel in Italien die Fußballwelt geschockt. Durch die Eskalation hat die Gewalt eine neue, beängstigende Dimension erreicht. Die vorläufige Bilanz: 16 Menschen, darunter zwei Polizisten, wurden verletzt.
In Italien herrschte am Tag nach den Szenen in Genua blankes Entsetzen, die serbische Regierung witterte sogar eine Verschwörung. "Diese Tyrannen sind eine Schande für unser Land", sagte Serbiens Sportministerin Snezana Samardzic-Markovic zu den Ausschreitungen, für die ihre Regierung "politische Saboteure" verantwortlich machte. Die Randale sollten dem Ansehen des Landes schaden und zeigen, dass Serbien noch nicht reif für einen EU-Beitritt ist.

Von Stadionverbot bis Ausschluss
Nach den Gewaltexzessen hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) umgehend ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und wird voraussichtlich am 28. Oktober über mögliche Sanktionen entscheiden. Diese reichen von einer Geldstrafe über ein Stadionverbot bis zum Ausschluss aus laufenden oder künftigen Wettbewerben, teilte die UEFA nach dem zweiten Spielabbruch der langen EM-Geschichte mit.
Am 2. Juni 2007 war ebenfalls in der Qualifikation das Gruppenspiel zwischen Dänemark und Schweden in Kopenhagen beim Stand von 3:3 kurz vor dem Abpfiff abgebrochen worden - ein dänischer Fan hatte den deutschen Schiedsrichter Herbert Fandel angegriffen. Das Spiel wurde mit 3:0 für Schweden gewertet.

Polizei hat ein "Blutbad verhindert"
In Genua verhinderte die Polizei nur mit größter Anstrengung einen Ausbruch der rund 1600 serbischen Fans und damit eine mögliche Panik im Stadion. "Die Polizei hat ein Blutbad verhindert", sagte Italiens Innenminister Roberto Maroni. "Als ich die Serben die Scheibe eintreten sah, die sie von den italienischen Fans trennt, bekam ich wirklich Angst", äußerte sich Italiens Nationalcoach Cesare Prandelli. Erst am frühen Mittwochmorgen hatte die Polizei die Situation in der Hafenstadt unter Kontrolle.
Aus Angst vor Brandgeschossen waren die Spieler nach dem Spielabbruch in der siebten Minute in die Kabinen geflüchtet. Das "Stadio Marassi" sah übel aus, verwüstet von Hooligans, die die Randale von langer Hand geplant haben sollen. "Das waren Bestien und eher Milizionäre als Hooligans", kommentierte die "Gazzetta dello Sport".

Mutmaßlicher Anführer im Gepäckraum entdeckt
Den mutmaßlichen Anführer Ivan B. nahm die Polizei zusammen mit weiteren 16 Krawallmachern in der Nacht zum Mittwoch fest, gegen 35 weitere wurde Anzeige erstattet. Die Beamten fanden den 29-Jährigen im Gepäckraum eines Fan-Busses. Sie identifizierten ihn anhand seiner Tätowierungen, die auf den Fernsehbildern zu sehen waren.
Der Boss eines Fanklubs von Roter Stern Belgrad hatte im Stadion Sicherheitsnetze zerschnitten und zusammen mit anderen brennende Feuerwerkskörper und Rauchbomben auf Spielfeld und Tribünen geworfen. Schiedsrichter Craig Thomson brach die wegen der Ausschreitungen bereits mit 35-minütiger Verspätung angepfiffene Partie daraufhin ab. "Nur mit einer Kalaschnikow hätte man diesen Block noch einmal ruhig bekommen", meinte der entsetzte Präsident der italienischen Fußballtrainer, Marcello Nicchi.

"Ein Angriff auf den Staat"
Italiens Verteidigungsminister Ignazio La Russa lobte den Polizei-Einsatz und kritisierte eine mangelnde Kooperation mit Belgrad. "Solche Fans hätten von der serbischen Regierung gestoppt werden müssen", betonte der Sport-Sicherheitsbeauftragte des Innenministeriums, Roberto Massucci. In Genua sei kein einziger serbischer Polizist gewesen, kritisierte er. Der serbische Verbandspräsident Tomislav Karadzic offenbarte dagegen, die italienische Polizei vorher gewarnt zu haben. Italienische Behörden haben die Hinweise, dass knapp 400 rechtsextremistische und gewaltbereiten Randalierer auf dem Weg nach Genua seien, offenbar unterschätzt.
"Die größte Schande in der Geschichte des serbischen Sports" schrieb die Zeitung "Politika", das auflagenstärkste Blatt "Vecernje Novosti" veruteilte den "Horror". Der serbische Fußball sei in Genua gestorben. Der gebürtige Montenegriner Karadzic vermutet politische Motive hinter den Ausschreitungen. "Dies war kein Angriff auf unser Team, sondern auf unseren Staat", sagte Karadzic. Auch die serbische Regierung sprach von politischer Sabotage: "Offensichtlich will jemand beweisen, dass Serbien weder bereit noch reif für Europa ist", sagte Slobodan Homen, Staatssekretär im Justizministerium.

Torwart zittert vor Angst
Dass die Randalierer in Genua vor allem Torwart Vladimir Stoikovic ins Visier nahmen, sei nur ein Ablenkungsmanöver gewesen, meinte der Verbandsboss. Der Schlussmann Stoikovic wurde vor dem Spielerhotel mitten in Genua attackiert und weigerte sich daraufhin zu spielen.
"Er zitterte vor Angst", berichtete der schockierte Prandelli. Gianluca Zambrotta, der erstmals die Kapitänsbinde trug, sprach von "einem sehr traurigen Moment für den Fußball". Der für Inter Mailand spielende Serbe Dejan Stankovic kam nach Abbruch der Partie unter Tränen in die Kabine der "Azzurri" und entschuldigte sich für den Eklat.

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14

Montag, 28. März 2011, 07:28

Pfiffe gegen Schweinsteiger und Co.

Eigentlich hätte es der Abend von Bastian Schweinsteiger werden können. Beim klaren 4:0-Erfolg in der EM-Qualifikation gegen Kasachstan in Kaiserslautern schenkte er dem früheren Roten Teufel Miroslav Klose mit perfekter Freistoßvorlage schon nach drei Minuten den erhofften Treffer. Die Fans auf dem Betzenberg tobten vor Freude. In der zweiten Halbzeit tobten sie wieder, aber diesmal aus Frust: über eine Reihe von Fehlpässen Schweinsteigers. Vom Helden zum Buhmann in nicht mal neunzig Minuten. So schnell geht das manchmal im Fußball.
Der Münchner Mittelfeldmotor war nicht der einzige, der sich Pfiffe der eigenen Fans gefallen lassen musste. Aber er zog doch etliche auf sich, weil er nach gutem Beginn stark nachließ und die Erwartungen an ihn mittlerweile enorm sind. "Auch Bastian hat das Recht, mal ein schlechteres Spiel zu zeigen", nahm der Bundestrainer seinen Chef-Strategen in Schutz, der vor wenigen Monaten noch großen Anteil am erfolgreichen WM-Abschneiden hatte. Vor einem schlimmeren Urteil des Publikums bewahrte er Schweinsteiger, indem er ihn in der 75. Minute vom Platz nahm - auch wenn Löw diesen Zusammenhang nicht herstellen wollte. (Zum Durchklicken: Die besten Bilder der Partie Deutschland gegen Kasachstan)

Kritik an Schweinsteiger
"Ich weiß nicht, was die Leute erwarten" sagte ein gefrusteter Schweinsteiger nach der Partie. "Wir sind souveräner Tabellenführer der Gruppe A und haben alle Punkte geholt. Solche Pfiffe würde es nicht in jedem Land geben." Vielleicht war einigen Fans auch vor Augen, dass sich der Durchhänger des 26-Jährigen in der Nationalmannschaft aktuell in eine Reihe schwächerer Spiele für den FC Bayern fügt. Schon nach den Niederlagen in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund oder beim Aus in der Champions League gegen Inter Mailand war der Münchner teilweise harsch kritisiert worden.

Feuerwerk bleibt aus
Der Unmut der Fans der Nationalmannschaft hätte aber auch viele andere Spieler treffen können. Denn in der zweiten Halbzeit ließ das DFB-Team gegen den krassen Außenseiter etliche Wünsche offen. Gemessen an der vollmundigen Ankündigung des Bundestrainers, ein spielerisches Feuerwerk sehen zu wollen, blieb der Auftritt des WM-Dritten trotz des klaren Resultats enttäuschend. Denn nach gutem ersten Durchgang mit drei tollen Toren durch Klose und Thomas Müller (2) sowie einigen wirklich sehenswerten Kombinationen war das Offensivspiel arg ins Stocken geraten. Und das gegen den harmlosen 132. der FIFA-Weltrangliste, der in der Gruppe A der EM-Qualifikation noch ohne Punkt und ohne Tor dasteht.

Özils Geniestreiche verpuffen
So konnte auch Sami Khedira seinem schwächelnden Nebenmann Schweinsteiger selten helfen und Lukas Podolski nicht an die starken Leistungen in der Bundesliga anknüpfen. Mesut Özil hatte Pech, dass einige seiner Geniestreiche unverstanden blieben. Insgesamt blieb aber auch er hinter seinen großen Möglichkeiten. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr genügend Tempo gehabt, und zu viel in die Breite gespielt", kritisierte der Bundestrainer. Und so war es kein Wunder, dass es nach langer Zeit mal wieder in einem Pflichtspiel Pfiffe von den Rängen gab, zuletzt hatte die Nationalmannschaft das nur in unbedeutenden Testpartien erleben müssen.

Klose mit Verständnis für die Zuschauer
Bei der Einordnung der Reaktionen waren sich die Beteiligten indes nicht einig. Während der Bundestrainer die Pfiffe als "äußerst negativ" empfand, gab Klose der Kundschaft Recht: "Die Zuschauer unterstützen uns, wenn wir guten Fußball spielen. Das haben wir heute einfach nicht getan." Schlimmeres hatte der DFB-Torschütze vom Dienst höchstpersönlich verhindert, mit dem vielleicht wichtigsten 4:0 der deutschen Länderspielgeschichte. Denn der 61. Länderspieltreffer des früheren Lokalmatadoren entließ auch enttäuschte Fans mit einem positiven Gefühl in die Nacht.

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Samstag, 4. Juni 2011, 08:44

Doppelter Gomez rettet Deutschland

Vor drei Jahren während des EM-Duells noch der ausgelachte Buhmann, avancierte Mario Gomez mit seinen beiden Toren (44., 90.) im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien zum Matchwinner beim 2:1 (1:0) gegen Österreich. Die rot-weiß-roten Hoffnungen auf die zweite EM-Teilnahme begrub der Torschützenkönig der Bundesliga zudem. Deutschlands sechsten Sieg im sechsten Qualifikationsspiel der Gruppe A hatte bis zu Gomez' zweitem Streich Arne Friedrichs Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1 (50.) lange gefährdet.
Die Hausherren, die nach zwei Niederlagen gegen Belgien (0:2) und in der Türkei (0:2) mit dem Rücken zur Wand standen und leidenschaftlich um ihre letzte Chance in der EM-Qualifikation spielten, begannen hochmotiviert und hatten die erste Chance, als der Stuttgarter Martin Harnik nach einem Irrflug Manuel Neuers das deutsche Tor mit einem Kopfball im Rückwärtsfallen knapp verfehlte.

Podolskis Kracher trifft nur die Latte
Die Reaktion der DFB-Auswahl folgte prompt: Zunächst zirkelte Gomez (7.) den Ball nach einem Doppelpass mit Mesut Özil freistehend am österreichischen Gehäuse vorbei, dann klatschte ein wuchtiger 20-Meter-Schuss von Lukas Podolski an die Querlatte.

Deutschlands Führung liegt früh in der Luft
Die leidenschaftlich rennenden Österreicher suchten den offenen Schlagabtausch, doch die gefährlicheren Angriffe trug der WM-Dritte vor. Mit schnellen Kombinationen brachte die DFB-Auswahl ihren Gegner schon in der Anfangsphase mehrfach in Verlegenheit. Pech hatte erneut Gomez (13.) mit einem Kopfball nach einem Freistoß seines Münchner Teamkollegen Toni Kroos. Der Führungstreffer der deutschen Mannschaft lag in der Luft.

Österreichs Leidenschaft übernimmt das Kommando
Erst nach etwa 25 Minuten konnten die Österreicher erstmals Angriffsdruck aufbauen. Die deutsche Abwehr wirkte dabei nicht immer souverän, überstand die Phase jedoch schadlos. In der Offensive warteten die deutschen Fans bis zur Halbzeitpause vergebens auf weitere torgefährliche Aktionen. Der Führungstreffer durch Gomez fiel insofern nicht nur überraschend, sondern auf sehr glückliche Art und Weise nach einem Eckball von Kroos.

Friedrich trifft in die falsche Richtung
In der zweiten Halbzeit währte die Führung der DFB-Auswahl nur fünf Minuten - dann unterlief Arne Friedrich ein Eigentor. Der Innenverteidiger rutschte vor dem anstürmenden Harnik in eine Hereingabe des Österreichers David Alaba von 1899 Hoffenheim, berührte den Ball mit der Fußspitze und "tunnelte" Neuer zum 1:1.

Mit dem Schwung des Ausgleichs fast in Führung gegangen
In der 52. Minute hätten die Österreicher sogar beinahe das 2:1 erzielt. Doch der im Rücken der deutschen Deckung durchgelaufene Stefan Kulovits von Rapid Wien brachte Harniks hohe Flanke von rechts nicht im kurzen Eck unter. Neuer hatte die Fingerspitzen dazwischen. Der eigentlich korrekte Eckball wurde den Gastgebern vom Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca nicht zugesprochen.

Gomez ist ein zweites Mal zur Stelle
Das tat aber dem Schwung der Platzherren keinen Abbruch. Der rot-weiß-roten Auswahl gelang es in der Folge immer wieder, schnell über die Flügel die deutsche Deckung in Verlegenheit zu bringen. Vor allem Alaba und Harnik taten sich hervor, aber auch Zlatko Junuzovic. Der Mann von der Wiener Austria kam ab der 66. Minute für Ekrem Dag zum Zug. Daniel Royer ersetzte nach 81 Minuten den ausgepumpten Harnik. Österreich bestimmte im zweiten Durchgang das Tempo der Partie, in der deutsche Schüsse auf ÖFB-Schlussmann Christian Gratzei zur Mangelware wurden - bis erneut Gomez wie aus dem Nichts zu seinem 18. Länderspieltreffer zuschlug.

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Mittwoch, 8. Juni 2011, 16:06

Deutschland nimmt die Hürde Aserbaidschan

Siebter Sieg im siebten Spiel - auch mit einer Bubi-Elf hat Deutschland zum Saisonausklang den Alleingang zur Europameisterschaft fortgesetzt. Nach dem 3:1 (2:0)-Pflichtsieg gegen Aserbaidschan in Baku geht die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw als klarer Tabellenführer in die Sommerferien und hat das Ticket zur Endrunde der EM 2012 in Polen und der Ukraine praktisch gelöst.
Mesut Özil (30. Minute), der erneut erfolgreiche Torjäger Mario Gomez (41.) und Andre Schürrle (90.+3) erzielten vor rund 30.000 Zuschauern im Tofik-Bachramov-Stadion die Tore für die beim Anpfiff im Schnitt nur 23,45 Jahre alte DFB-Auswahl. Murad Husejnov gelang in der 89. Minute der Anschlusstreffer für den Außenseiter.

Schwierigkeiten nur zu Beginn
"Man muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Ich denke, wir haben in dieser Saison Großartiges geleistet. Immerhin ist es schon 24 Tage nach Bundesliga-Ende. Natürlich hat man heute auch gemerkt, dass die Spieler nach der langen Saison am Limit sind", analysierte Löw den Erfolg in Baku. "Wichtig war, dass wir auch heute gewonnen haben und die Saison mit dem siebten Sieg beendet haben. Es war eine perfekte Saison", sagte Kapitän Philipp Lahm, mit 27 Jahren ältester deutscher Akteur. "Das ist sehr positiv für den deutschen Fußball, dass wir so viele junge Spieler haben. Das kann uns nur glücklich machen", stellte Thomas Müller fest.
Nach dem finalen Kraftakt gegen das Team von Berti Vogts fehlt der DFB-Elf praktisch nur noch ein Punkt aus ihren verbleibenden drei Qualifikationsspielen, um sich die Fahrkarte für die EM 2012 endgültig zu sichern. Nur noch die Türkei könnte mit vier Siegen die DFB-Elf von der Spitze der Gruppe A verdrängen. Am Ende einer strapaziösen Saison verbreiteten Löws Schützlinge zwar kaum Glanz, landeten aber nach Startschwierigkeiten dank ihrer spielerischen Möglichkeiten einen völlig verdienten Erfolg. Acht Siege stehen damit in zwölf Begegnungen der Nach-WM-Spielzeit zu Buche. Erster Gegner in der EM-Saison ist am 10. August in Stuttgart Brasilien.

Gomez, immer wieder Gomez
Als großer Stabilisator der völlig umgekrempelten Abwehr entpuppte sich Holger Badstuber. Der Münchner agierte mit viel Übersicht und hatte auch gute Aktionen nach vorne. Kapitän Philipp Lahm zeigte in der für ihn ungewohnten Mittelfeldrolle ein paar Anpassungsprobleme, ordnete und organisierte aber dann das Spiel defensiv solide. Nach vorne setzten Thomas Müller mit seinen Dribblings auf rechts und Toni Kroos viele Akzente. Özil tauchte immer wieder mal ab, ließ aber in den entscheidenden Szenen seine große spielerische Klasse aufblitzen. Und als Torschütze vom Dienst tritt Gomez immer mehr aus dem Schatten von Miroslav Klose. Der Münchner traf in den letzten vier Spielen fünfmal und kommt jetzt schon auf 19 Länderspieltreffer.
Das Team des heftig kritisierten Vogts, der ungeachtet der Angriffe auf seine Person den Vertrag in dem Kaukasusland erfüllen will, trat deutlich stärker als beim 1:6 im September in Köln auf. Der Außenseiter überraschte die deutsche Elf mit aggressivem Spiel und kam am Anfang durch Distanzschüsse zu guten Möglichkeiten. In der 6. Minute zischte ein Versuch von Aleksandr Certoganov um Zentimeter am Kasten vorbei, drei Minuten später lenkte Manuel Neuer mit den Fingerspitzen das Geschoss von Vuqar Nadirov an die Latte. Vorausgegangen war ein katastrophaler Fehlpass von Mats Hummels.

Höwedes setzt den Torschützen Özil ein
Auf dem holprigen Geläuf des Bachramov-Stadions fand die deutsche Elf zunächst überhaupt nicht zu ihrem Rhythmus, vielleicht hatte sie das Ganze auch etwas leicht genommen. Dann wirkte ein Freistoß von Kroos in der 18. Minute an den Pfosten als Initialzündung für das junge Team. Die Gäste gewannen allmählich die Kontrolle über das Spiel, die Angriffe wurden durchdachter vorgetragen. Auffälligster Akteur in dieser Phase war Kroos, der Kamran Agajev erneut auf die Probe stellte (28.).
In seinem ersten Länderspiel von Beginn an leitete Benedikt Höwedes die deutsche Führung ein. Der Schalker setzte sich rechts energisch durch, seine Flanke verwertete Özil mit präzisem Schuss in die lange Ecke zu seinem vierten Tor im DFB-Trikot. Vier Minuten vor der Pause machte Gomez mit dem 2:0 den Sack vorzeitig zu. Ausgangspunkt des Tores war Badstuber mit einem Pass auf Özil, der den Ball mustergültig auf den Schützen querlegte.

Schürrle setzt noch einen drauf
Im zweiten Durchgang war der WM-Dritte gegen konditionell abbauende Aserbaidschaner die klar tonangebende Mannschaft, ließ aber bei seinen Angriffen häufig die Zielstrebigkeit vermissen. Angesichts der Führung setzten Gomez und Co. nicht mehr mit letzter Konsequenz nach. Eine hundertprozentige Chance, den Vorsprung auszubauen vergab Özil freistehend in der 75. Minute. Nachdem Husejnov mit Ende der regulären Spielzeit der Anschlusstreffer gelang, setzte Schürrle in der Nachspielzeit noch einen drauf. Als Vorbereiter glänzte der eingewechselte Dortmunder Mario Götze.

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Samstag, 3. September 2011, 16:26

Özil zaubert Deutschland zur EM

Schnell, schneller, Deutschland. Die Nationalmannschaft hat sich als erstes Team überhaupt auf sportlichem Wege für die EM 2012 in Polen und der Ukraine qualifiziert. Mit einer beeindruckenden 6:2 (3:1)-Gala gegen Österreich holte das Team von Bundestrainer Joachim Löw im achten Spiel in der Gruppe A den achten Sieg und untermauerte seine Rolle als einer der großen Titelfavoriten.
Miroslav Klose (8.), ein überragender Mesut Özil (23.,47.) per Doppelpack, Lukas Podolski (28.), André Schürrle (84.) sowie Mario Götze (88.) erzielten vor 53.313 Fans in der Arena auf Schalke die Treffer für Deutschland. Den beiden Bundesliga-Legionären Marko Arnautovic (42.) und Martin Harnik (50.) gelangen die Ehrentreffer für Österreich, das mit den sechs Gegentreffern noch gut bedient war.

Erste Chance für die Gäste
Dabei hatten die Gäste nach nur fünf Minuten sogar die erste Möglichkeit. Kapitän Philipp Lahm, einer von insgesamt sechs Bayern-Spielern in der DFB-Startformation, sah nur die Hacken von Ekrem Dag und konnte sich beim aufmerksamen Innenverteidiger Mats Hummels bedanken, dass Martin Harnik die scharfe Hereingabe nicht verwerten konnte.
Das war‘s dann aber auch zunächst mit der Herrlichkeit beim Team des umstrittenen Trainers Didi Constantini, das um seine allerletzte EM-Chance kämpfte. Denn keine halbe Stunde später stand es schon 3:0 für die deutsche Mannschaft. In der achten Minute brachte Klose die DFB-Elf in Führung. Özil hatte von der Strafraumkante abgezogen, der Neu-Römer nach Meinung des italienischen Schiedsrichters Paolo Tagliavento den Schuss noch entscheidend abgefälscht.

Deutsche Abwehr zu nachlässig
Der zweite DFB-Treffer gehörte dann ohne Zweifel Özil. Der Spielmacher von Real Madrid hebelte mit Klose per Doppelpass die Abwehr aus, behielt den schwierigen Ball gekonnt unter Kontrolle und blieb im Eins-Gegen-Eins-Duell mit Torwart Christian Gratzei ultracool (23.) - ein Weltklasse-Tor des Hochbegabten. Nicht nur in dieser Szene war aber deutlich zu sehen, dass der 22-Jährige in Spanien noch eine Klasse besser geworden ist.
Als Lukas Podolski nur fünf Minuten später auf der linken Seite in den Strafraum vorpreschte und Gratzei mit einem platzierten Schuss keine Chance ließ, war das Spiel gelaufen. Und die EM-Qualifikation endgültig in der Tasche. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Arnautovic noch vor der Pause nichts mehr. Allerdings sah bei dieser Szene die deutsche Abwehr arg nachlässig aus. Erst stand Lahm erneut zu weit weg, als der aufgerückte Florian Klein in die Mitte flankte, dann kam Holger Badstuber gegen Werder Bremens Stürmer Arnautovic zu spät: 1:3 (42.).

Özil trifft zum zweiten Mal
Falls sich die Gäste noch etwas ausgerechnet hatten, nach zwei Minuten in der zweiten Halbzeit war alles Makulatur. Denn erneut jubelte Özil. Nach Thomas Müllers Kopfballverlängerung ließ der Real-Star den bedauernswerten Christian Fuchs stehen und düpierte Keeper Gratzei noch mit einem Beinschuss. Immerhin ließen sich die Alpenkicker nicht entmutigen und holten sich durch Martin Harniks Treffer zum 2:4 (53.) noch ein Erfolgserlebnis ab.
Danach übernahm aber die deutsche Mannschaft im denkwürdigen 850. Länderspiel der DFB-Geschichte sofort wieder das Kommando. So scheiterte der beim Bundestrainer unter besonderer Beobachtung stehende Podolski zunächst mit einem tollen Volley nur knapp (54.), bevor er Hannovers Emanuel Pogatetz fast zum Eigentor gezwungen hätte (56.). Der Kölner wusste trotzdem zu gefallen und dürfte seinen Platz in der Startelf noch einmal verteidigt haben.

Götze setzt den Schlusspunkt
Danach vergab auch noch Jerome Boateng, der für den Schalker Lokalmatadoren Benedikt Höwedes eingewechselt wurde, frei vorm Tor (62.). Und auch Özil zeigte nach Müllers Traumpass (65.) eine erste Schwäche und vertändelte ein weiteres Tor. Das fiel sechs Minuten vor dem Ende aber doch noch, als der eingewechselte André Schürrle einen tollen Angriff über den bärenstarken Müller zum 5:2 abschloss. Zwei Minuten vor dem Ende setzte der gerade erst eingewechselte Mario Götze mit dem 6:2 sogar noch einen drauf und machte die Gala perfekt. Bundestrainer Löw durfte sich nach der 70. Partie unter seiner Leitung uneingeschränkt über einen sensationellen Auftritt seiner Jungs und das vorzeitig gebuchte EM-Ticket freuen.
Drei Tage hat die deutsche Mannschaft nun Zeit zum Ausruhen. Am Dienstag steht dann ein Testspiel in Polen auf dem Programm. In Danzig trifft die DFB-Elf im brandneuen Ostseestadion auf den EM-Gastgeber und kann sich schon mal an die Gegend gewöhnen. Denn aller Voraussicht nach wird Löws Mannschaft in der Nähe der Arena ihr Turnierquartier beziehen. Die letzten beiden Qualifikationsspiele in Istanbul gegen die Türkei und in Düsseldorf gegen Belgien steigen am 7. und 11. Oktober.

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Mittwoch, 12. Oktober 2011, 09:52

Die DFB-Elf überzeugt auch gegen Belgien

So langsam wird‘s unheimlich. Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt auch das letzte Pflichtspiel auf dem Weg zur EM 2012, mit 3:1 (2:0) in Düsseldorf gegen Belgien, und hat damit zehn Siege aus zehn Partien geholt - die perfekte Qualifikation. Das gab es noch nie in der Geschichte des deutschen Fußballs. Mesut Özil (30.) und André Schürrle (33.) hatten das Team von Bundestrainer Joachim Löw gegen anfangs starke Gäste mit einem Doppelschlag auf Kurs gebracht. Mario Gomez (48.) legte nach dem Wechsel noch einen drauf, der Anschlusstreffer durch Marouane Fellaini (88.) kam zu spät. Während die DFB-Elf sich über den Rekord freuen durfte, gab‘s bei den Belgiern nur lange Gesichter. Für sie ist der Traum von der EM in Polen und der Ukraine vorbei.
Bestimmt 5000 Fans der Roten Teufel hatten sich auf den kurzen Weg über die Grenze ins Rheinland gemacht, um ihre Mannschaft auf den Relegationsplatz zu schreien. Nur bei einem Sieg würde das Team im Fernduell mit der Türkei gewinnen und aus eigener Kraft Zweiter der Gruppe A werden. Allerdings musste der 34. der FIFA-Weltrangliste beim Versuch, den WM-Dritten auszuhebeln, auf einen ihrer Besten verzichten: Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten war nach seiner Gelben Karte im Spiel gegen Kasachstan gesperrt. Trotzdem legten die Belgier los wie die Feuerwehr und erkämpften sich nach nur neun Minuten bereits den dritten Eckball. Angetrieben von Axel Witsel und Marouane Fellaini setzten die Gäste der deutschen Mannschaft ordentlich zu. Die beiden Stars von Benfica Lissabon und FC Everton waren nicht nur wegen ihrer imposanten Afrobob-Frisur zunächst die auffälligsten Akteure.

Fünf Veränderungen in der Startelf
Dass die deutsche Mannschaft in der Anfangsphase arge Probleme hatte, lag unter anderem auch daran, dass der Bundestrainer trotz gegenteiliger Ankündigung die Mannschaft gleich auf fünf Positionen umgebaut hatte. Benedikt Höwedes und Mats Hummels in der Abwehr sowie Mesut Özil, André Schürrle und Toni Kroos im Mittelfeld hatten im Vergleich zum Türkeispiel neu in die Mannschaft gefunden. Vor allem in der Schaltzentrale hakte es folglich erst einmal. Kroos und Khedira konnten den Offensivdrang der Belgier nur schwer kontrollieren, Mesut Özils Pässen fehlte die Genauigkeit und weder für Schürrle noch für Thomas Müller auf den Außen gab es ein Durchkommen.
Doch nachdem Höwedes auf seiner rechten Abwehrseite Eden Hazard übersehen hatte, der flinke Außenspieler vom OSC Lille das Geschenk aber nicht nutzen konnte, drehte das DFB-Team plötzlich auf. Erst versemmelte Mario Gomez einen tollen Konter über Özil und Müller (29.). Nur eine Minute später gab ihm Özil Nachhilfe in Sachen Effizienz und donnerte den Ball aus zwanzig Meter unter die Latte. 1:0 für Deutschland. Der siebte Länderspieltreffer von Schöngeist Özil war ausnahmsweise einer der Sorte Brachialgewalt.

Gomez trifft und bereitet vor
Lediglich drei Minuten später erhöhte der agile Schürrle auf 2:0. Großen Anteil an diesem klasse Kontertor hatte aber auch Gomez, der den Angriff mit einem Traumpass erst ermöglichte. Nachdem Jan Vertonghen von Ajax Amsterdam im Strafraumgewühl die beste Chance der Gäste ausließ (42.), hätte sich das Team von Georges Leekens sogar nicht über einen weiteren Gegentreffer noch vor der Pause beschweren dürfen. Doch Gomez scheiterte nach schönem Doppelpack mit Khedira an Torhüter Simon Mignolet.
Kurz nach der Pause machte es Gomez deutlich besser, als er eine Kombination über Özil abgezockt zum 3:0 abschloss (48.). Treffer Nummer 21 für den Münchner Stürmer im 49. Spiel in Schwarz und Weiß - der 26-Jährige arbeitet weiter an seiner beeindruckenden Quote. Für die Belgier drohte es jetzt bitter zu werden. Dabei hatten sie eigentlich sogar eine der stärksten Halbzeiten gegen ein DFB-Team der jüngeren Vergangenheit gezeigt.

Gündogan feiert Debüt
Damit war die Luft früh raus aus der Partie. Die Belgier waren geschockt und kamen nur noch durch den eingewechselten Romelu Lukaku zu einer Chance. Doch Manuel Neuer im DFB-Tor zeigte seine ganze Klasse und lenkte den Ball zur Ecke (68.). Der Bundestrainer nutzte die restliche Spielzeit, um Marco Reus seinen zweiten Einsatz zu schenken und auch Cacau noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen zu testen. Fünf Minuten vor Schluss feierte auch noch Ilkay Gündogan sein Debüt in der Nationalmannschaft. Der Dortmunder ist der 49. Neuling der Ära Löw. Zwei Minuten vor dem Ende nutzten die Belgier dann doch noch eine Unsicherheit in der deutschen Hintermannschaft zum 1:3-Ehrentreffer durch Fellaini.
Das war es erst mal wieder für die deutsche Nationalmannschaft, denn erst im November geht es mit Länderspielen weiter. Am 11. tritt das DFB-Team bei EM-Gastgeber Ukraine an und kann sich im gerade frisch eröffneten Finalstadion in Kiew schon mal an die Atmosphäre gewöhnen. Vier Tage später dürfen sich die Fans in Hamburg auf ein echtes Highlight freuen, wenn Deutschland auf den Erzrivalen Holland trifft. Beide Teams zählen zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel im kommenden Jahr.

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Samstag, 3. Dezember 2011, 10:14

Keine fröhlichen Trainer zu sehen

Mit einem sarkastischen Lächeln verließ Bundestrainer Joachim Löw den großen Saal des Kunstpalastes in Kiew und rief: "Endlich wieder einmal Losglück." Es war sein Versuch, mit Humor und gespielter Heiterkeit das entgangene Glückslos für die EM 2012 zu kommentieren. Als er dann aber vor den Kameras den Reportern Rede und Antwort stand, wurde die Anspannung sichtbar. Löw wirkte unruhiger als sonst, aufgeregter, nervöser. Immer wieder betonte er, dass er sich auf das Turnier auf attraktive Duelle mit Holland, Portugal und Dänemark freue. Doch auch der Bundestrainer musste eingestehen: "Die EM wird ein Hammerturnier." (EM-Spielplan: alle Gruppen, alle Spiele, alle Termine)
Die Auslosung der EM-Endrunde in Kiew hatte genau das zutage gefördert, was die deutsche Delegation befürchtet hatte. Oder zumindest fast. Immerhin geht Deutschland dem Welt- und Europameister Spanien mindestens bis zum Halbfinale aus dem Weg. Doch mit dem Erzrivalen aus der Niederlande, dem portugiesischen Starensemble um Cristiano Ronaldo und den nordisch nüchternen und in der Qualifikation so starken Dänen ergibt sich die laut Löw "stärkste Gruppe" der EM-Vorrunde. Oder wie Morten Olsen, der dänische Coach hinterher in Anlehnung an das "Danish Dynamite" sagte: "Das ist eine Dynamit-Gruppe."

Schlechte Erinnerungen an Holland bei einer EM
Besonders die Konstellation mit dem WM-Zweiten und WM-Dritten von 2010 verspricht Spannung pur. Und Löw warnte bereits, dass sich die deutschen Fans nicht von dem grandiosen 3:0 seiner Mannschaft gegen die Elftal blenden lassen sollte. "Holland wurde von uns unter Wert geschlagen und hat in diesem Spiel nicht die wahre Leistungsstärke abgerufen", ist sich der Bundestrainer sicher. Sein holländischer Gegenpart, Bert van Marwijk, sagte hinterher: "Ich habe alle Trainer unserer Gruppe gesehen, ich habe dabei keinen fröhlichen gesehen."
Und auch die Fans der DFB-Elf werden nur bedingt erfreut sein, dass die Niederlande in der Vorrunde warten. Ausgerechnet Holland: Als die deutsche Mannschaft das letzte Mal mit Oranje in einer Gruppe war, schied die damals noch von Rudi Völler betreute Nationalmannschaft bei der EM 2004 in der Vorrunde aus. Es war das Ende der Ära Völler und die Ernüchterung zwei Jahre nach der Vize-Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea.

Bierhoff: "Es wird ernst. Von Anfang an."
Während die Kräfteverhältnisse im Vergleich mit den Niederlanden (im Teamportrait) relativ klar sind, erscheinen die launischen Portugiesen (im Teamportrait) und besonders Dänemark (im Teamportrait) noch als Unbekannte in der Gruppe. Letztere Teams kennen sich jedoch sehr gut, trafen sie schließlich bereits in der EM-Qualifikation aufeinander. Die Südeuropäer verloren dabei das entscheidende Spiel gegen die Olsen-Bande und retteten sich nur wegen des besseren Torverhältnisses im Vergleich zum Drittplatzierten Norwegen als Gruppenzweiter in die EM-Playoffs. Dennoch schwärmt Löw vom Team um Superstar Cristiano Ronaldo. "Portugal ist eine der spielstärksten Mannschaften überhaupt.
Weil aber ausgerechnet die Dänen es schafften, dieser Mannschaft ein Schnippchen zu schlagen, könnten die Nordeuropäer in der EM-Gruppe B für die große Überraschung sorgen. "Dänemark hat keine Angst, egal, gegen wen sie spielen. Niemand rechnet so richtig mit ihnen, aber sie sind eine ausgemachte Turniermannschaft, die, wenn überhaupt, immer nur knapp verliert", fand Löw bereits Minuten nach der Auslosung lobende Worte für den vermeintlichen Außenseiter. Und DFB-Sportdirektor Oliver Bierhoff fasste schließlich zusammen: "Vielleicht ist es gut, dass die Euphorie ein bisschen gedrückt wird. Wir wissen, es wird ernst. Von Anfang an."

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20

Samstag, 3. Dezember 2011, 10:17

Das sind die Gruppen der EM 2012:

Gruppe A

Polen
Griechenland
Russland
Tschechien

Gruppe B

Niederlande
Dänemark
Deutschland
Portugal

Gruppe C

Spanien
Italien
Irland
Kroatien

Gruppe D

Ukraine
Schweden
Frankreich
England
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